Dorian Hunter (12) – Das Mädchen in der Pestgrube

Titel:   Dorian Hunter (12) – Das Mädchen in der Pestgrube / Verlag:   Folgenreich / Laufzeit:   ca. 75 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Andreas von der Meden, Katja Brügger, Michael von Rospatt, Patrick Bach, Marco Göllner u.A.

Inhalt:   In Wien hofft Dorian Hunter einen Hinweis zu finden, wie er seinen Erzfeind und „Vater“ Asmodi, dem Lord der Schwarzen Familie, zu Leibe rücken kann. Angeblich existiert ein Pfand, das Asmodi vor vielen Jahren in die Obhut der Schwestern Elisabeth und Marie Reichnitz legte. Doch als Hunter in der Wohnung der Schwestern eintrifft, erwartet ihn eine böse Überraschung – und die Erkenntnis, dass Asmodi ihm stets einen Schritt voraus zu sein scheint…


Grundsätzlich bietet diese Folge wieder alles, was die Fans an dieser Serie so sehr schätzen: eine interessante, spannende  Geschichte, in der man Hunter auf seiner Jagd nach der Schwarzen Familie begleitet. Sehr düster, sehr atmosphärisch und mit hohem Gruselfaktor. Und natürlich ist auch wieder für eine gewisse Prise finsteren Humors gesorgt. Es gibt aber doch einen wesentlichen Unterschied zu den Vorgangängerfolgen, die man -auch wenn man es natürlich nicht tun sollte- ruhig mal nebenbei hören und trotzdem gut verstehen konnte. Davon sei bei „Das Mädchen in der Pestgrube“ dringend abgeraten, sonst ist man nach längstens 10 Minuten hoffnungslos verloren. Denn die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und an verschiedenen Orten und erst nach und nach kristallisiert sich heraus, worin die Zusammenhänge genau bestehen. Darauf muss man sich hier einlassen können, dann kann man auch diese Folge von der ersten bis zur letzten Minute genießen. Mir hat dieser Ablauf prima gefallen, es ist einfach eine schöne Abwechslung und Auflockerung, die der Reihe sehr gut steht.

Hinsichtlich der Sprecher gab es ja noch nie Grund zum Klagen, dabei bleibt es selbstverständlich auch in dieser Folge. Thomas Schmuckert hat mir in dieser Folge besonders gut gefallen, da man deutlich hört, wie sehr Hunter die Erkenntnisse mitnehmen, zu denen er unlängst gekommen ist, wie aber nachwievor der Wunsch in ihm existiert, die Schwarze Familie zu vernichten. Ein Wiederhören gibt es mit Luise Lunow und Jessy Rameik alias Schwester Hercy und Schwester Mercy, die so unglaublich harmlos und nett klingen, aber bis zum Hals in bösen Machenschaften stecken.

Musikalisch geht es im vertrauten, düsteren Stil weiter mit kriechenden Stücken, die der Spannung und Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge helfen. Da sind die Melodien in den Szenen aus der Vergangenheit ein ganz überraschender Kontrast, denn sie klingen im Vergleich geradezu fröhlich.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal besonders. Der düstere Blick in den Dom, das ist sehr wirkungsvoll. Im Booklet findet man Informationen dazu, wie einige der Sprecher zu der Serie gefunden haben, was ganz interessant  zu lesen ist.

Fazit:   Vom Ablauf her eine ungewöhnliche Folge, auf die man sich einlassen muss. Hat man das geschafft, darf man eine weitere spannende und amtosphärische Geschichte genießen.

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