Der Monstrumologe (Rick Yancey / Christoph Wortberg)

#wTitel:   Der Monstrumologe / Verlag:   Lübbe Audio / Laufzeit:   ca. 457  min / 6 CDs / Buch:   Rick Yancey / gelesen von:   Christoph Wortberg

InhaltNew Jerusalem, 1888: Der Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert. Er ist Monstrumologe. Das heißt, er studiert Monster und macht notfalls Jagd auf sie. Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat einen schrecklichen Fund gemacht: eine Leiche, in die sich ein zahnbewehrtes Monster verbissen hat. Der Doktor weiß, diese Monsterart ist äußerst gefährlich, da sie Menschen tötet und sich schnell vermehrt. Und die einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und den Menschen stehen, sind der Doktor und der kleine Will.


Nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, bin ich auf die Suche nach einer Altersempfehlung gegangen, denn das (Hör)buch findet man in den Läden vornehmlich in der Kinder- bzw Jugend-Abteilung, was mir doch zu denken gegeben hat. Empfohlen wird es Hörern (und natürlich auch Lesern) ab 14 Jahren. Diese Empfehlung halte ich für absolut angemessen, denn für jüngere Hörer ist die Geschichte ganz klar ungeeignet. Jeder Interessent sollte außerdem einen recht robusten Magen mitbringen, denn mit überaus anschaulichen Beschreibungen, inklusive ekliger Details spart „Der Monstrumologe“ nicht. Schon direkt am Anfang hört man einer Schilderung einer Monster-Autopsie zu und im Verlauf der Handlung erlebt man immer wieder Situationen, die einen das Schaudern lehren. Natürlich fällt die Geschichte in den Bereich der Fantasy, aber sicher auch nur, weil „Splatter“ als Buch-Genre noch nicht so sehr verbreitet ist. Wer solche Geschichten mag, der wird am „Monstrumologen“ seine helle Freude haben.

Christoph Wortberg habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal als Sprecher gehört und finde, mit seiner Art zu lesen unterstreicht er die düstere und schauerliche Atmosphäre noch zusätzlich. Er liest meist sehr ruhig und sehr betont, da hört man jeden einzelnen Buchstaben heraus, so als ließe er sich selbst die scheußlichsten Details förmlich auf der Zunge zergehen. Aber er scheut auch nicht davor zurück als Monstrumologe so sehr zu brüllen, dass es einem zusätzlich kalt den Rücken herunterläuft und man gemeinsam mit Will Henry immer kleiner wird.

Abgesehen von einem kurzen Musikstück zu Beginn fehlt es dem „Monstrumologen“ an Untermalung, was ich schade finde. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit passenden, düsteren und eindringlichen Klängen noch mehr aus der gruseligen Stimmung hätte herausholen können.

Wie man es von Lübbe ja mittlerweile gewöhnt ist, zieht das Hörbuch im Digipack ins Regal ein. Auf den einzelnen „Seiten“ findet man Informationen zum Autor und Sprecher. Die CDs sind passig zum Covermotiv bedruckt, ebenfalls in diesem ungewöhnlichen, gezeichneten Stil. Diverse medizinische Instrumente sind dort zu finden.

Fazit:   Mir hat „Der Monstrumologe“ gefallen, die Geschichte hebt sich vom Einheitsbrei der Fantasy deutlich ab. Man sollte allerdings wie gesagt ein Faible für splatterlastige Erzählungen haben. Die Altersempfehlung geht in Ordnung, da ich denke, dass die 14jährigen von Heute solche Kaliber bereits aus TV & Co. kennen. Es schadet aber sicher auch nicht, noch ein oder zwei Jahre länger zu warten ehe man es dem Nachwuchs in die Hand drückt 😉

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