Die drei ??? (143) – …und die Poker-Hölle

Titel:   Die drei ??? (143) – Die Poker-Hölle / Verlag Europa / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Dennis Schmidt-Foss, Robert Missler, Dirk Bach u.a.

InhaltAls Justus, Peter und Bob einem Mann helfen wollen, dem in einer Postfiliale Geld gestohlen wurde, geraten sie in die gefährliche Unterwelt von China Town. Zufällig kommen sie einer illegalen Pokerspielhölle auf die Spur. Dabei müssen die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach die Erfahrung machen, dass die Beteiligten sehr unangenehm werden, wenn man ihnen in die Karten sieht! Und dann geschieht, was nie hätte geschehen dürfen…


Ehe man sich diese Folge zu Gemüte führt, ist es ratsam, sich wenigstens mit den gängigsten Poker-Regeln vertraut zu machen, ansonsten guckt man in gewissen Szenen böse in die Röhre. Außerdem sollte man ein Faible für Schnitzeljagden mitbringen, deren Rätsel sich zu Teilen irgendwo auf Höhe des Grundschul-Niveaus bewegen. Grundsätzlich ist ja gegen solche Schnitzeljagden nichts einzuwenden, aber die hier ist halt oft sehr kindisch und zudem zieht sie sich durch die gesamte Folge. Kaum meint man, JETZT müsste die Raterei doch zu einem Ergebnis führen, wird einem das nächste Rätsel vorgesetzt. Ganz ehrlich, da hat die Serie in Sachen Spannung in so ziemlich jeder anderen Folge mehr zu bieten. Zuletzt sei noch die Realitätsnähe erwähnt, die ich sonst ja gerne ausspare, einfach weil es halt Geschichten sind. Aber Justus großmächtiges Gehabe als Poker-As, das schlägt dem Fass den Boden aus. Am besten, man nimmt die Folge mit Humor, dann kann man sie hören.

Mit den meisten Sprechern kann man hier ganz gut leben. Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck und Holger Mahlich geben eine gewohnt gute Figur ab. Dafür fällt Oliver Rohrbeck dieses Mal ziemlich aus dem Rahmen. Es ist schon klar, dass er in einer bestimmten Szene überheblich und mächtig cool klingen muss, aber SO sehr nun auch wieder nicht. Da ist beim Hörer allemal mindestens ein Schmunzeln drin.  Robert Missler fällt die Rolle des Jackie Chin (na, nach wem klingt der Name wohl?) zu. Leider klingt er dabei sehr nach dem gestiefelten Kater aus „Shrek“. Es ist also auch im Bereich der Sprecher nicht verkehrt, eine gute Portion Humor mitzubringen.

Es gibt aber doch einen Bereich, in dem die Folge gut punkten kann. Musikalisch ist hier wirklich alles im grünen Bereich und auch wenn die Untermalung natürlich nicht alles rausreißen kann, was Story und einige Sprecher gründlich in den Sand setzen, so schafft sie es immerhin doch, dass Detektiv-Stimmung aufkommt.

Eine Poker.Hölle, was liegt das als Covermotiv näher als Spielkarten und Geld? Na also. Noch eine geheimnisvolle dunkle Gestalt und eine gierige Hand dazu und schon wird mit dem Cover wieder mehr versprochen als die Handlung hält.

Fazit:   Eine Folge, die man selbst als Fan nicht durchgehen lassen kann. Hanebüchen ohne Ende. Wie gesagt: als Hörer sollte man Humor mitbringen, dann kann man wenigstens drüber lachen.

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