Schrei der Angst – Feeder (03) – Organisation N

Titel:  Schrei der Angst – Feeder (03) – Organisation N / Verlag: Marctropolis / Laufzeit: ca. 65 min / Sprecher:   Ernst Meincke, Martin May, Annette Gunkel, Thomas Nero Wolff, Reiner Schöne u.a.

Inhalt:   Weist die verhaftete Prostituierte Maria FBI-Agent del Canto endlich den Weg zur geheimnisumwitterten Organisation N? Wer hält hier eigentlich die Fäden in der Hand und warum? Hat Doris Debrochet dem Feeder endgültig das Handwerk gelegt und findet sie den Weg zurück in die Zivilisation oder den Tod? Wer nach Schrei der Angst 1 und 2 bereits glaubte, Spannung, Ekel und Brutalität seien kaum noch steigerbar, wird mit Organisation N eines Besseren belehrt. Schrei der Angst 3 aktiviert einmal mehr sämtliche Würgereflexe des gethrillten Publikums. Weghören? Unmöglich!


An sich kann man schon durch den titel alleine darauf kommen: diese Folge hat ein anderes Thema als den „Feeder“. Sie bewegt sich mehr in Mafia-Kreisen, die zwar auch eine gewisse Verbindung zur „Feeder“-Handlung haben, diese aber kaum mal durchblitzen lassen. Wer auch Storys aus dem Mafia-Milieu steht, der wird mit „Organisation N“ wohl gut bedient werden, denn Gewalt und sonstige Mafia-Methoden stehen auch hier auf dem Stundenplan. Mich persönlich hat aber seit Anfang her eher der Handlungsstrang um den „Feeder“ und Doris Debrochet interessiert, von dem es bei dieser Folge gefühlt nur am Rand etwas zu hören bekommt. Die Szenen sind zwar interessant und spannend, aber im Verhältnis zum Rest einfach zu nebensächlich. So wirkt es zumindest. Ich hoffe, in der nächsten Folge geht es wieder mehr in die Richtung, denn Mafia ist eben Mafia und an sich immer das Gleiche.

An den Sprechern gibt es nichts zu bemängeln, war natürlich daran liegt, dass hier eine sehr namhafte Sprecherriege aufgefahren wird. So wirken beispielsweise Detlef Bierstedt, Karen Schulz-Vobach, Bodo Wolf und Reiner Schöne mit. Wie üblich finde ich es sehr erfreulich, dass der russische Akzent der Mafia-Typen durchweg glaubwürdig und nie überzogen klingt. Lediglich an Doris‘ bzw Annette Gunkels Selbstgespräche habe ich mich noch immer nicht gewöhnt, da kann sie mich nach wie vor nicht ganz überzeugen.

Speziell der Untermalung hört man deutlich an, dass Marctropolis mit dieser Serie vor hat, dem Hörer ein Kinoerlebnis ohne Bilder zu bescheren. Das gelingt auch wirklich sehr gut. Die Klänge sorgen durchweg für eine stimmige Atmosphäre, die einen sofort erreicht. Dabei geht es stets düster und bedrohlich zu.

Das Hörspiel lehrt, dass Tattoos in Mafia-Kreisen bestimmte Bedeutungen haben und auf dem Cover bekommt man auch direkt welche geboten. Bleibt zu hoffen, dass es damit interessant genug wirkt um Aufmerksamkeit zu erregen. Das Booklet ist erneut aufwändig gestaltet, da macht das Blättern Spaß.

Fazit:   In der nächsten Folge dürfen der „Feeder“ und Doris wieder mehr im Vordergrund stehen. Die ganze Chose um die Mafia hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen. Langweilig ist es zwar nie, aber so richtig interessant eben auch nicht.

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