Titania Special Nr. 6 – Nussknacker und Mausekönig

Titel:  Nussknacker und Mausekönig / Verlag: Titania Medien / Laufzeit: ca. 74 min / Sprecher:  Roland Hemmo, Norbert Langer, Susanne Uhlen, Marius Clarén, Hasso Zorn u.a.

InhaltMarie Stahlbaum hat eine rege Phantasie. Alles, was ihr begegnet, birgt für sie ein Geheimnis. Beim Rest der Familie stößt sie damit auf großes Unverständnis. Einzig der etwas wunderliche Onkel Drosselmeier scheint sein Patenkind zu verstehen. Zu Weihnachten schenkt er Marie einen Nussknacker. Postwendend gerät das junge Mädchen des Nachts in ein phantastisches Abenteuer, denn der Mausekönig und seine hinterlistige Mutter Frau Mauserinks haben mit eben jenem Nussknacker noch eine Rechnung offen…


Wenn es auch unglaublich klingt, aber mir kam diese Geschichte mit diesem Hörspiel erstmals zu Ohren. Zuvor kannte ich nur den Titel. Was mir an der Geschichte besonders gefallen hat, das ist die weihnachtliche Atmosphäre zu Beginn. Da kommt direkt das Gefühl von Weihnachten in der eigenen Kindheit auf, so dass man als erwachsener Hörer geradezu ins Träumen gerät. Und auch die Geschichte lädt in jeder Minute dazu ein mit ihrem märchenhaften Flair, den liebevoll erdachten Charakteren und der phantasievollen Handlung in der Spielzeugwelt. Faszinierend hinsichtlich der Spielzeuge ist übrigens die Mischung, die hier beschrieben wird. Einerseits so altmodische Spielzeuge wie ein Schaukelpferd oder eine Puppe, andererseits aber später Onkel Drosselmeiers Automaten-Spielzeuge. Verblüfft hat mich der Wechsel nachher von Maries Traum hin zu Onkel Drosselmeiers Erzählung. Zunächst habe ich das als Anhängsel empfunden, aber sehr bald war klar, dass es unbedingt zu der Geschichte dazu gehört und ihr den letzten Schliff verleiht.

Gabrielle Pietermann leiht der kleinen Marie ihre Stimme und lässt sie pfiffig und einfach liebenswert klingen. Ihr Bruder Fritz wird von Maximilian Artajo gesprochen, der mich ziemlich verwirrt hat. Denn Fritz spielt mit einem Schaukelpferd und Zinnsoldaten, klingt aber ganz klar so als wäre er aus dem Alter längst heraus. Da hätte es gerne ein jüngerer Sprecher sein dürfen. In der Rolle des Onkel Drosselmeier habe ich einen meiner Lieblingssprecher angetroffen: Norbert Langer, der diesen Charakter sehr sympathisch aber auch ein wenig mytseriös klingen lässt.
Cathlen Gawlich hätte ich dagegen als Pirlipat keine Sekunde länger ertragen, so gut ihre Interpretation auch zu diesem verwöhnten Gör passt.

Dass diese Geschichte eine solch bezauberne Wirkung hat, das liegt natürlich auch an der Untermalung. Die kommt hier meist ruhig, leise und dezent daher, verfehlt ihre Wirkung aber niemals. Dann und wann klingen auch mal „handfestere“ Töne durch, was ich wegen dem erwähnten Mix aus altmodisch und angehend modern als sehr passend empfunden habe.

Das Cover ist mit den Mäusen und dem Nussknacker sehr niedlich geraten, und Dank der Geschenke, Süßigkeiten und dem Baum wird auch auf den ersten Blick deutlich, dass man auf dieser CD eine Weihnachtsgeschichte zu hören bekommt.

Fazit:   Eine sehr schöne, phantasievolle Weihnachtsgeschichte, die mit einer märchenhaften Atmosphäre und liebenswerten Charakteren zu verzaubern weiß.

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