Benjamin Blümchen (116) – …und die Spaßmaschine

Titel: Benjamin Blümchen (116) – …und die Spaßmaschine / Verlag: Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Katja Primel, Santiago Ziesmer, Friedrich Georg Beckhaus u.a.

InhaltBenjamin, Otto und Stella kümmern sich um die Zootiere, denn Wärter Karl ist im Urlaub und Direktor Tierlieb hat ein Gipsbein. Allerdings ist das sehr viel Arbeit. Deshalb baut der Erfinder Eddi Eddison eine Maschine, die ihnen hilft. Doch vor der fürchten sich die Zootiere. Deshalb müssen ein paar spaßige Umbauten her!


Mit dieser Folge habe ich eine Überraschung erlebt. Denn alleine dem Titel nach hatte ich schon das Allerschlimmste befürchtet: eine Geschichte, die in Albernheiten nur so versinkt und nach Babyrassel klingt. Glücklicherweise ist das nicht der Fall, denn die Maschine ist nicht alleine zum Spass da, sondern hat einen ganz praktischen Nutzen. In dem Zusammenhang wird auch aufgezeigt, dass Zoo-Arbeit keine leichte Sache ist. Bei dem Elan, mit dem Wärter Karl sonst oft durch die Folgen wuselt, könnte man ja glatt auf den Gedanken kommen, er habe den leichtesten Job der Welt. Ob diese spaßigen Umbauten nun sein müssen, weil die Tiere sich vor der Maschine fürchten, darüber kann man geteilter Meinung sein. Wir erinnern uns: es ist auch keine tierische Panik ausgebrochen als Benjamin mit seinem röhrenden Taxi oder „Murkl“ über die Zoowege kurvte. Aber das war wohl eine andere Generation Zootiere, nehmen wir die jetzigen also einfach als etwas sensibler hin. Besonders gefallen hat es mir, dass mit Baron von Zwiebelschreck und Eddi Eddison (der ja sonst eher bei „Bibi Blocksberg“ dabei ist) zwei „Außenstehende“ mitmischen, das bringt frischen Wind in die Geschichte. Besonders Eddi steht ihr prima! Wenn man Benjamin nicht wieder mehrmals als den totalen Doofi dargestellt hätte, wäre ich mit der Folge insgesamt noch zufriedener. Man kann halt nicht alles haben.

Auch was die Sprecher anbetrifft, bringen Friedrich Georg Beckhaus und Santiago Ziesmer Abwechslung in die Angelegenheit. Erfreulicherweise klingt Santiago Ziesmer alias Eddi Eddison hier nicht so überdreht, wie in manch anderer Folge. So finde ich ihn gleich noch sympathischer. Karla Kolumna ist natürlich ebenfalls mit von der Partie. Und auch wenn Gisela Fritsch ihr Alter mittlerweile sehr deutlich anzuhören ist, bleibt sie ein absoluter Lichtblick. Mit ihr zieht der Pep in jede Geschichte ein.

Ich hatte ja Fürchterliches geahnt hinsichtlich der Geräusche dieser Spaßmaschine, aber nein: man hat nicht das Gefühl in einer lärmenden Zirkustruppe zu stehen. Eine Kuckucksuhr, Quietschen und Pfeifen, das geht schon in Ordnung und niemals auf die Nerven. Passt! Aber es sind auch alte Bekannte dabei, bei denen sich mir nach wie vor alles sträubt: quiekende Sprecher, die einen auf Nasenbär oder Känguru (machen die überhaupt Geräusche?!) machen.

Die Spaßmaschine auf dem Cover sieht aus als hätte Dr. Snuggles persönlich sie entworfen und gebaut. Sehr abenteuerlich, aber so verkehrt nun wirklich nicht. Schön, dass das Cover wieder so bunt und detailverliebt daher kommt, und dass der Baron mit abgebildet ist. Es gibt übrigens eine „Limitierte Auflage“ dieser Folge. Eine Pappbox, in der neben der CD auch noch ein Benjamin-Plüschtier ist. Ob man das braucht, muss jeder für sich entscheiden, aber die Idee finde ich in Ordnung. Warum den Lütten nicht mal ein Spielzeug dazugeben?

Fazit:   Die Folge ist bei Weitem nicht das Drama, das ich angesichts des Titels erwartet hatte. Natürlich ist die Geschichte wieder auf die Kleinen ab 3 Jahren ausgerichtet, wirkt aber längst nicht so babyhaft wie manche Folge zuvor. Doch, „Die Spaßmaschine“ kann man hören, das geht in Ordnung.

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