Heff der Chef – Box 01 – Folgen 01 – 03

Titel: Heff, der Chef / Verlag: Holysoft / Laufzeit: ca. 120 min / Sprecher: Wolfgang Bahro, Björn Korthoff, Chris-Norman Geyer, Matthias Brinck, Regina Lemnitz, Marius Fietzek u.a.

InhaltDas ist die neue Comedy-Serie. Eine wilde Achterbahnfahrt durch das ganz und gar nicht alltägliche Berufsleben einer Firma, die von einem inkompetenten Geizkragen geleitet wird. Hier trifft man auf im Bademantel arbeitende oder ewig schlafende Angestellte, unterbezahlte -um nicht zu sagen unbezahlte- Praktikanten, externe Mitarbeiter, die sich lieber einen Fuß abhacken lassen würden, als selbigen in die Firma zu setzen, für die sie arbeiten. Und eine giftspuckende Vermieterin, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit wahlweise mit Rausschmiss oder insolenten Mieterhöhungen droht. Klar, das Heff und seine Mannen stets all ihr Talent zusammenlegen um selbst aus dem alltäglichsten Situationen ein absurdes und politisch völlig inkorrektes Abenteuer zu machen.


Comedy ist für mich in jeder Form stets eine sehr heikle Sache. Über das, was sich allgemein so als „Comedy“ bezeichnet, kann ich nur sehr selten lachen. Entsprechend skeptisch bin ich auch „Heff“ begegnet. Aber ich habe eine Überraschung erlebt. So richtig gelacht habe ich zwar nicht, aber zumindest ein Schmunzeln oder Grinsen war immer mal wieder drin. Die Dialoge sind ganz witzig und es gibt auch verschiedene Running-Gags, die so intelligent eingebaut wurden, dass sie auch noch bei soundsovielten Male ganz lustig sind. Für meinen Geschmack hätte der Humor gerne noch eine Spur bissiger sein dürfen. Dass man dafür bei Holysoft ein Händchen hat, das beweist Eye in der Reihe „Die letzten Helden“ geradezu bravourös 😉 Ein Schuss davon hätte mir in „Heff“ auch ganz gut gefallen.
Wie dem aber  sei: auf jeden Fall ist es gelungen eine Comedy zu präsentieren, die trotz aller Überzogenheit nicht eine Sekunde lang im Klamauk versinkt, und das rechne ich ihr hoch an. Ich habe die chaotische Büro-Truppe schnell ins Herz geschlossen, ganz besonders den armen Praktikanten und den „externen“ Mitarbeiter Michael, in den drei Geschichten steckt Tempo, so dass es niemals langweilig wird, und an verrückten Ideen mangelt es ebenfalls nicht.
Müsste ich ein Ranking angeben, dann stände die Folge „Der Aufstand“ auf Platz 1, gefolgt von „Der Ausbilder“ und als Schlusslicht „Das Aquarium“.

Was die Sprecher angeht, geht „Heff“ ebenfalls in Ordnung. Einzig mit Yesim Meisheit als Sekretärin / Erzählerin bin ich nicht warm geworden, da passt die Betonung teilweise einfach nicht. Viel hört man von ihr aber nicht, weshalb das nicht gerade ein Drama ist.  Björn Korthoff alias Pleite-Praktikant Alex hat mich trotz schräbbelig verstellter Stimme niemals genervt, was wirklich etwas heißen will. Und Chris-Norman Geyers Dialekt ist für manches Grinsen gut. Genauso wie Wolfgang Bahros Bemühen um Autorität in seiner Rolle als großer Chef. Als Gegenspieler ist Klaus Dieter Klebsch zu hören, der hier einen wunderbaren Bösewicht gibt. Und aus Matthias Brincks Stimme klingt bei jeden Gespräch mit seinem Chef ehrliche Verzweiflung.

Seitens der Untermalung bekommt man bei „Heff“ eine schöne bunte Tüte geboten. Die Titelmelodie hat Schwung, der zum Stil der Geschichten passt. Während der Episoden gibt es oft cartoonige Melodien zu hören (die aber ebenfalls niemals albern wirken), und die einfach gute Laune verbreiten. An den Geräuschen gibt es ebenfalls nichts zu bekritteln und somit bin ich auch mit diesem Bereich ganz zufrieden.

Die 3 CDs ziehen in einem stabilen Papp-Schuber ins Regal ein. Das Motiv vereint alle drei Geschichten, während die CDs jede für sich ein eigenes Covermotiv haben. Alles ist schön hell und bunt gehalten, wie es zu einer spaßigen Hörspielserie passt.


Fazit:  Ich bin mit „Heff“ soweit ganz zufrieden. Eine witzige Serie zum Nebenbei- und Immermalwieder-Hören, der es gottlob gelungen ist, niemals affig-albern daher  zu kommen. Ich bin auf die nächsten Abenteuer des Chaoten-Büros gespannt.

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