Butler Parker (01) – Parker und die weiße Göttin

Titel: Butler Parker (01) – Die weiße Göttin / Verlag: Zauberstern Records / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher:  Lutz Riedel, David Nathan, Marius Claren, Karen Schulz-Vobach, Detlef Bierstedt u.a.

InhaltJosuah Parker, ist der Butler, des Rechtsanwaltes Mike Rander. Mit seinem Chef schlittert der Hobbydetektiv von einem aufregenden Fall in den anderen. Gemeinsam macht das Duo, Parker und Rander, die Chicagoer Unterwelt unsicher… wie auch im vorliegenden Fall, wo sich alles um die „Weiße Göttin“ dreht… Sie möchten erfahren wer oder was die weiße Göttin ist und in welcher Beziehung Butler Parker zu ihr steht? Und weshalb Mike Rander und sein Butler Opfer von tödlichen Anschlägen werden und wer hinter dieses Mordkomplott steckt?


Mit „Butler Parker“ hat es eine weitere Groschenroman-Reihe ins Hörspiel-Format geschafft. Und wenn man sich diese Herkunft vor Augen hält, dann kann „Die weiße Göttin“ tatsächlich ganz vergnüglich sein. Man darf halt nur keine wunders wie komplexe Handlung erwarten. Außerdem muss man angesichts der Dialoge schon sehr tolerant sein, was Nonsens-Sätze und platte Gags anbetrifft. Da habe ich wirklich manches Mal fassungslos den Kopf geschüttelt. Die größte Katastrophe, die mir in diesem Zusammenahng im Hörspiel begegnet ist, das war das hellauf begeisterte Publikum beim Auftritt der weißen Göttin. Die Story spielt in Chicago. Also bitte: was haben da dann Zuschauer mit solch ausgeprägten, deutschen Dialekten verloren? Das tut einfach nur in den Ohren weh.
Dafür hat mir das ungewöhnliche Duo aus Anwalt Rander und seinem detektivischen Butler prima gefallen. Parkers vornehmes Getue steht im krassen Gegensatz zu seinen Ermittlungsmethoden und Rander verfügt über einen herrliche trockenen Humor. Doch, die beiden machen Spass, da gibt es nichts.

Lutz Riedel leiht Parker seine Stimme und schafft es dabei, trotz aller Blasiertheit (und da schöpft dieser Charakter wirklich aus dem Vollen) glaubhaft und überzeugend zu klingen. Bei gewissen Satz-Kontruktionen habe ich das zutiefst bewundert. David Nathan trifft für den Anwalt und Lebemann Rander genau den richtigen Ton: durchaus intelligent und gebildet, gleichzeitig aber auch recht machomäßig. Karen Schulz-Vobach in der Rolle der Tänzerin Rita Malcona klang mir dagegen oft zu übertrieben erotisch-schlampig-versoffen.

Hinsichtlich der Untermalung gibt es nichts zu beanstanden. Sie bringt in die sonst eher ruhige Geschichte den nötigen Schwung und bei mancher Szene könnte man anhand der Geräusche glatt meinen, man sei in einem Actionfilm gelandet.

Auch dem Covermotiv sieht man die Herkunft des Stoffes deutlich an: reichlich trashig. Auf diese Art aber widerum sehr gelungen, denn nur so passt es zum Hörspiel.

Fazit:   Teilweise sehr trashig, aber wenn man so etwas mag, dann bekommt man mit „Butler Parker“ rund 70 Minuten Hörspiel-Vergnügen geboten. Mal sehen, was die nächsten Abenteuer bringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: