Der Prinzessinnenmörder (Andreas Föhr / Michael Schwarzmaier)

Titel: Der Prinzessinnenmörder / Verlag: Target / Audio Media / Laufzeit:  442 min / Buch: Andreas Föhr / gelesen von: Michael Schwarzmaier

InhaltIn der oberbayerischen Januarkälte glitzert der zugefrorene Spitzingsee. Niemand vermutet in dieser Idylle etwas Grauenvolles, bis unter dem Eis die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden wird. Es wurde durch einen Stich ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als in ihrem Mund eine Plakette mit einer eingravierten Eins entdeckt wird, wissen Kommissar Wallner und sein urbayerischer Kollege Kreuthner: Das ist erst der Anfang einer grauenhaften Mordserie …


Andreas Föhrs Alpen-Krimis sind die zweite „Reihe“ von Regionalkrimis, die ich kennengelernt habe. Wie schon bei den „Kluftingers“ war ich von Anfang an begeistert. Denn die Geschichte hält sich mit langen Vorreden nicht auf. Schon nach wenigen Minuten nimmt die Handlung um die sonderbaren Morde ihren Lauf und in diesem Tempo geht es auch weiter. Das heißt nun nicht, dass es alle paar Minuten Tote gibt, aber die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Hauptsächlich rührt sie von den Ermittlungen von Wallner und seinen Kollegen her, deren Arbeit authentisch geschildert wird. Aber auch die Zeit- und Schauplatzwechsel, die sich durch die Geschichte ziehen, machen sie interessant. Denn daran kann man als Hörer prima mitermitteln. Es hat mich etwas erstaunt, dass der Mörder zu einem bestimmten Zeitpunkt bekannt wird, da aber sein Motiv im Dunklen bleibt und man ja auch seine weiteren Pläne und ihren Ausgang nicht kennt, nimmt es der Spannung glücklicherweise nicht viel.
Gewürzt ist „Der Prinzessinnenmörder“ mit dem typischen Schuss Humor, den ich an dieser Art Krimi so gerne mag.
Sowohl die Sprache bzw Wortwahl von Andreas Föhr, als auch diverse Passagen voller Situationskomik haben mich immer wieder mindestens schmunzeln, manchmal sogar richtig lachen lassen. Wobei die Geschichte aber niemals zum Klamauk verkommt. Sie ist und bleibt ein echter Krimi!

Michael Schwarzmaier habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört und war vom ersten Satz von ihm eingenommen. Er hat eine angenehme und klare Stimme, der man leicht lauschen kann. Er liest ruhig, aber trotzdem locker weg, so dass man kaum glaubt, dass er wirklich einen Text abliest. Besonders beeindruckt hat mich, wie leicht er den bayerischen Dialekt kopiert. Mal ausgeprägter, mal nur sachte durchklingend, und dabei immer so, dass man genau weiß, wen er gerade spricht.  In den Dialogen ist das bei einem Krimi, der in Bayern spielt, natürlich ideal. Es verleiht ihm zusätzlichen Charme.

Das Covermotiv wirkt für einen Krimi angemessen düster und geheimnisvoll mit dem dunklen Hintergrund umd der engelsbestückten Gedenktafel (?) im Vordergrund.

Fazit:  Ein gelungener Krimi aus den Alpen, der mit einem interessanten und spannenden Fall, sowie mit einem Schuss Humor auf ganzer Linie punkten kann.

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