Die drei ??? (144) – Zwillinge der Finsternis

Titel: Die drei ??? (144) – Zwillinge der Finsternis / Verlag: Europa / Laufzeit: ca. 70 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Joachim Pukaß, Martin Simmelrogge, Eberhard Haar u.a.

InhaltEs schneit bei 20° Celsius, ein riesiger Erdspalt tut sich über Nacht auf, seltsame Nebel wabern, und ein Mann lässt Flammen aus seiner Hand wachsen: Rocky Beach hat es mit dem Teufel zu tun! Das jedenfalls nimmt Peter an, als er und seine beiden Detektivkollegen in den Fall Zwillinge der Finsternis geraten. Zwei in Leder gebundene Bücher sollen satanische Zauberformeln enthalten. Wer sie besitzt, hat teuflische Macht. Und es gibt einige Menschen, die hinter den beiden Büchern her sind. Ein Exemplar wurde bereits gestohlen! Die drei ??? müssen ihren Widersachern schnellstens zuvorkommen, um das Schlimmste zu verhindern…


Diese Folge beginnt vielversprechend. Der Diebstahl eines Buches, eine unheimliche Geschichte, die sich darum rankt, eine Reihe illustrer Personen, die sich dafür interessieren…und mitten drin die drei Detektive. Das hat Oldschool-Flair. Zudem finde ich die Idee zweier vom Teufel persönlich verfasster Bücher überaus genial. Somit war ich mit der Geschichte auch erst mal ganz zufrieden. Bis zu dem Punkt als sie quasi zum ersten Male zuende war. Es gibt da nämlich eine Stelle, die klingt absolut nach dem Ende. Dummerweise erreicht man die sehr zügig und eine so kurze Folge der drei Jungs aus Rocky Beach gab es noch nie. Deshalb musste da offenbar unbedingt noch etwas dahinter. Hätte man das mal gelassen, denn von da an dreht die Story ziemlich ab und ist mit „hanebüchen“ noch freundlich beschrieben. Zu allem Überfluss bekommt man am „richtigen“ Ende die ganze Angelegenheit noch mal ausführlich erklärt. Spätestens da kommt man um ein Kopfschütteln nicht mehr herum. Und dafür hat man nun über 70 Minuten durchgehalten, was ich -gerade wegen dieses Zwischen-Endes- als extrem lang empfunden habe.

Die Sprecher-Runde kommt recht gemischt daher. Oliver Rohrbeck, Jens Warczeck und Andreas Fröhlich ist kein Vorwurf zu machen, sie klingen wie eh und je. In der Rolle des Arthur Sinclair ist Joachim Pukaß zu hören, der mir hier zum ersten Mal in einem sehr ruhigen Part begegnet ist. Sonst kennt man ihn ja auch vielen eher hektischen Rollen. Martin Semmelrogge als Jeremy Witherspoon zu hören, das hat mich im ersten Moment gefreut. Allerdings auch nur da, denn ihn kennt man ansonsten wesentlich lockerer und überzeugender als in dieser Rolle. Bleibt noch Eberhard Haar oder auch Mr. Peastone zu erwähnen, dessen Stimme ihn aber nur kurz als markanten Charakter hervorhebt, anschließend aber gerne auch mal nervt.

Musikalisch hat man sich offenbar auch nicht entscheiden können. Mal sind ältere Stücke zu hören, dann wieder neuere. Aber im Vergleich zum Rest der Folge kann sich dieser Mix ganz gut hören lassen. Die Geräuschkulisse leistet sich ebenfalls keinen Aussetzer. Passt.

Das Covermotiv mit der dunklen Gestalt mit dem Buch in der Hand hat mir sofort gefallen. Es wirkt anegmessen unheimlich. Es wäre schön gewesen, wenn davon auch etwas bei der Geschichte zu spüren gewesen wäre.

Fazit:   Ein vielversprechender Anfang, dessen Idee und Charme leider viel zu früh in die Binsen geht. Die ganze Folge wirkt unausgegoren und zu allem Überfluss klingen auch noch einige an sich namhafte Sprecher ebenfalls so als wüssten sie nicht recht, wie sie diese Story zu Gehör bringen sollen.

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