Bibi Blocksberg (32) – …als Prinzessin

Titel: Bibi Blocksberg (32) – …als Prinzessin / Verlag: Kiosk / Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Susanna Bonasewicz, Natascha Rybakowski, Gisela Fritsch, Eberhard Prüter, Ulli Herzog u.a.

Inhalt: Was ist nur mit Bibi und Moni los? Die beiden glauben, sie wären Prinzessinnen in einer früheren Zeit. Der Bürgermeister ist ganz verzweifelt, denn Bibi hat schon die elektrische Schreibmaschine in einen Federhalter und den Autobus in eine Pferdekutsche verhext. – Was wird sie noch alles anstellen?


Wie war das noch mit den Zeitreisen-Geschichten als sonderbare Orte? Auch diese Folge liegt ganz im Trend dieser Folgenhöhe. Doch im Gegensatz zur spannenden Dschungel-Episode und der witzigen Ritter-Story bietet die „Prinzessin“ so gar nichts Besonderes auf. Bibi verfällt also in solche Tagträumereien, dass man sie nur durch eine Hexerei wieder heraus bekommt. In diesem Falle zurück zu Prinzessinnen-Zeiten. Na dann… Was mir diese Folge besonders abspenstig macht, das ist diese altmodische, gestelzte Redeweise, in der hier die meiste Zeit gesprochen wird. Das nervt auf die Dauer ganz schön. Zudem erleben Bibi und Moni als Prinzessinnen auch nicht gerade Abenteuer, da plätschert die Geschichte ganz gut vor sich hin. Etwas Schwung kommt in die Sache als die Mädchen dem Schloss entkommen und nun auf Prinzessin von anno Schnee eingestellt, durch Neustadt irren. Leider ist dies der kürzere Teil dieser Folge.

16 Sprecher, das ist ein Rekord bei dieser Serie, was aber nachvollziehbar ist. Denn teilweise spielt die Geschichte in der Gegenwart, teilweise in der Vergangenheit. Die Sprecher sind übrigens durchweg vertraut aus dieser Serie. Wilfried Herbst, Eva-Maria Werth und Eberhard Prüter sind ebenso mit von der Partie wie Ulli Herzog, Gisela Fritsch und Heinz Giese. Entsprechend heimelig klingt es aus den Lautsprechern, so dass man sich trotz der Zeitreise zuhause fühlt.

Eine solide Geräuschkulisse begleitet die Geschichte. Wie üblich auf das Nötigste beschränkt, gelingt es aber dennoch so etwas wie altertümliche Athmosphäre heraufzubeschwören. Aus heutiger Sicht eher ein Trauerspiel, für die Verhältnisse der 80er aber völlig ausreichend. Interessant, dass sich dieser Eindruck bei den Fans der ersten Stunde bis heute hält.

Die Szene mit dem Küchenjunge, der soeben ein neues Stück für seine Backpfeifensammlung erhält, hat man eine der ersten Szenen aus der Geschichte gewählt. Mir gefällt sie deutlich besser als das Motiv der Erstauflage, das so gar nichts hergibt. Wie aber auch bei der Ritter-Geschichte kann ich mich mit Bibis Klediung nicht anfreunden, da sie mir zu sehr nach Mädchen aussieht.

Fazit:   Kann man hören, muss man aber nicht. Die gestelzte Redeweise geht einem schnell auf den Geist, es passiert nicht gerade viel und als endlich etwas Tempo in die Story kommt, da ist sie auch schon so gut wie zuende.

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