Benjamin Blümchen (60) – Der Doppelgänger

Titel: Benjamin Blümchen (60) – Der Doppelgänger / Verlag: Kiosk / Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Edgar Ott, Katja Primel, Gisela Fritsch, Andreas Thieck, Manfred Rahn u.a.

InhaltEigentlich wollen Benjamin und Otto so richtig Urlaub machen. Doch plötzlich ist die Ruhe vorbei. In der Zeitung steht nämlich, dass Benjamin auf Welttournee wäre. „Wie kann das sein? Davon weiß ich ja gar nichts“, denkt Benjamin und ruft Karla Kolumna an. Die eilt sofort herbei, denn sie wittert eine große Sensation.


Diese Geschichte ist laut Karla Kolumna ein „echter Kriminalfall“. Das kann man für die Verhältnisse dieser Serie sogar so durchgehen lassen. Denn hier wird Benjamin einfach mit einem Rätsel konfrontiert. Es wird vorher nicht schon angekündigt oder vorbereitet, so dass man es als Hörer sofort durchschaut. So gesehen ist die Geschichte schon spannend. Das Ende bzw die Auflösung gestaltet sich angemessen aufregend, eben tatsächlich wie bei einem Krimi.  Aber natürlich findet alles dann doch noch ein gutes Ende, so wie man es von Benjamin kennt. Es gibt allerdings auch einen Schwachpunkt. Nämlich  Benjamin Gehabe als er erfährt, dass er auf Torunee ist. Er ist doch eigentlich ganz helle. Wie kann er da einfach so glauben, was er liest? Es sogar so sehr glauben, dass er andere fragen muss, wo er gerade ist. Also bitte!

Mit Andreas Thieck und Manfred Rahn sind zwei Sprecher mit dabei, die immer mal wieder in den beiden Kiddinx-Serien „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ in kleineren Rollen mitmischen. In dieser Folge übernehmen sie die Rollen des Dompteurs und des Karl-August. Beiden will es dabei nicht gelingen, sonderlich sympathisch zu klingen, was aber in diesem Falle gut zu ihren Charakteren passt. Ein sehr, sehr, sehr junger Björn Schalla („Gabriel Burns“-Fans aufgemerkt!) gibt den kleinen Jungen, der zu der Zirkustruppe gehört.

Eine Unsitte, die heute ja schon normal bei den Kiddinx-Reihen ist, hat sich bereits in dieser Folge eingeschlichen. Nämlich, einen Sprecher ein Tier imitieren zu lassen. Das falsche Getröte des Elefanten klingt jämmerlich. Wo sind denn die Geräusche hingekommen, mit denen in der „Geburtstags“-Folge noch Benjamins Familie hörbar gemacht wurden? Ansonsten eine Folge mit vertraut magerer, aber ausreichender Geräuschkulisse.

Das Cover würde einen tatsächlich in die Irre führen, denn die beiden Elefanten sehen ja wirklich spiegelbildlich aus, aber da ist ja noch Ottos „Doppelgänger“, der ganz anders aussieht als Otto. Somit verrät das Cover eigentlich schon zu viel von der Geschichte.

Fazit:   Im Rahmen dieser Serie tatsächlich eine Art Krimi für die jungen Hörer. Allerdings mit einem so depperten Benjamin, dass es einem als langjährigen Fan schon weh tut.

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