Heff der Chef – Box 02 – Folgen 04 – 06

Titel: Heff, der Chef / Verlag: Holysoft / Laufzeit: ca. 120 min / Sprecher: Wolfgang Bahro, Björn Korthoff, Chris-Norman Geyer, Yesim Meisheit, Regina Lemnitz, Marius Fietzek u.a.

InhaltDas ist die neue Comedy-Serie. Eine wilde Achterbahnfahrt durch das ganz und gar nicht alltägliche Berufsleben einer Firma, die von einem inkompetenten Geizkragen geleitet wird. Hier trifft man auf im Bademantel arbeitende oder ewig schlafende Angestellte, unterbezahlte -um nicht zu sagen unbezahlte- Praktikanten, externe Mitarbeiter, die sich lieber einen Fuß abhacken lassen würden, als selbigen in die Firma zu setzen, für die sie arbeiten. Und eine giftspuckende Vermieterin, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit wahlweise mit Rausschmiss oder insolenten Mieterhöhungen droht. Klar, das Heff und seine Mannen stets all ihr Talent zusammenlegen um selbst aus dem alltäglichsten Situationen ein absurdes und politisch völlig inkorrektes Abenteuer zu machen.


Willkommen zurück in der Chaotenfirma von Heff, dem Chef. Die Comedy-Serie geht mit drei neuen Folgen in die nächste Runde, steht aber in meinen Augen etwas hinter der ersten Box zurück. Warum? Weil mir die Komik hier doch manches Mal zu platt daherkommt. Völlig überdrehte Charaktere sind nicht automatisch witzig, was insbesondere auf die Folge „Im Krankenhaus“ zutrifft. Zudem ist mir die Story hier zu wirr, aber vielleicht soll der Hörer ja einen Eindruck davon bekommen, welcher Irrsinn sich in Heffs Drogenträumen abspielt? So konfus ist jedenfalls die Handlung. „Die Finanzkrise“ kommt da deutlich besser weg und ist mein persönliches Highlight dieser Box. Hier stehen lustige Dialoge und Situationskomik im Vordergrund und die Handlung hat Struktur, trotz aller Verrückheit, die natürlich auch in dieser Geschichte an der Tagesordnung ist. „Der Bauernhof“ rangiert also im Mittelfeld und lädt spätenstens als der Jäger in Aktion tritt zum Grinsen ein. Die überdeutliche Anlehnung an „Findet Nemo“ gab dann aber schon wieder Punktbazug. Auch sowas ist nur bedingt lustig.
Die Box ist also von der Qualität der Geschichten her eine durchwachsene Angelegenheit, wird aber durch die durchweg sympathische Büro-Crew noch mal aufgewertet. Man kommt einfach nicht umhin, die Truppe, trotz allen Irrsinns, den sie anrichtet, zu mögen.

Seitens der Sprecher gab es ja von Anfang an wenig zu bekritteln. Die größten Schwierigkeiten hatte ich da mit Yesim Meisheit, die aber offenbar nur etwas Anlauf brauchte, denn in diesen drei Folgen kommt sie deutlich lockerer rüber.
Dauergast in einer Nebenrolle ist Claudia Urbschat-Mingues alias Nachrichtensprecherin Elisa McWatch. Bei ihrer markanten Stimme horcht man zwar automatisch auf, gleichzeitig klingt sie hier aber auch sehr dezent wie es zu ihrer Rolle als Außenstehende hinter der Mattscheibe passt. Mein Favorit ist auch weiterhin Chris-Norman Geyer. Ich liebe seinen Dialekt, der mich autoamtisch grinsen lässt sobald er auch nur einen Satz sagt.

Die schwungvolle Untermalung ist auch bei diesen Folgen erhhttp://www.reziratte.de/wp-admin/post-new.phpalten geblieben und steht den verrückten Geschichten sehr gut. An dieser Serie ist halt einfach alles ein Chaos, so auch die musikalische Begleitung, allerdings im positiven Sinne gesehen.

Da auf der Front des Pappschubers keine Titel angegeben sind, finde ich es weiterhin gut, dass das Motiv Elemente aus allen drei Einzel-Covers enthält. So bekommt man zumindest einen groben Überblick über die Geschichten.  Und spätestens der Blick auf die Schuber-Rückseite bringt titelmäßig Licht ins cartoonig bunte Dunkel der Box.

Fazit:   Bei der nächsten Box darf es gerne wieder weniger überdreht zugehen. Davon abgesehen bin ich aber auch mit dieser zweiten Box im Schnitt ganz zufrieden und neugierig auf die nächsten Abenteuer der irren Büro-Crew.

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