Der mysteriöse Mr. Spines – Wings (Jason Lethcoe / Jens Wawrczeck)

Titel: Der mysteriöse Mr. Spines – Wings / Verlag: Hörbuch Hamburg / Silberfisch / Spielzeit: ca. 209 min / nach einem Buch von: Jason Lethcoe / gelesen von: Jens Wawrczeck

InhaltEdward ist alles andere als der klassische Heldentyp: Er stottert, geht auf eine Schule für schwer erziehbare Jugendliche und baut am liebsten Kartenhäuser. Dann ist da auch noch diese merkwürdige Stelle auf seinem Rücken, die juckt und juckt – bis ihm eines Tages schwarze Flügel wachsen! Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so, wie es war. Mit dem mysteriösen Mr. Spines reist er in die Welt nach dem Tod, die von dem finsteren Schakal beherrscht wird. Ob Edward tatsächlich der Sohn eines gefallenen Engels und damit der prophezeite Erlöser ist?


Die Engel streben ja in der aktuellen Fantasy-Literatur einen ähnlich hohen Posten an wie die Vampire, und lange wird es nicht mehr dauern bis sie ihn erreicht haben. Daher bin ich in diesem Genre immer auf der Suche nach andersartigen Engels-Geschichten. Eine solche habe ich mit „Wings“ nun gefunden. Offenbar ist es im Bereich der Kinder- bzw Jugend-Fantasy durchaus noch möglich, das Thema innovativ anzugehen. Mit Edward steht eine Person im Mittelpunkt, die man vom ersten Moment an einfach mögen muss. Sein Abenteuer ist phantastisch und spannend und -auch wenn es klar eine Erzählung für junge Hörer ist- ziemlich düster. Gleichzeitig gibt es aber immer mal wieder auch Anlass für ein Schmunzeln, so dass es niemals zu gruselig wird und ein wenig spaßig bleibt. Das Ende kam mir dann aber doch etwas zu abrupt. Ich war richtig verblüfft als die letzte CD plötzlich durchgelaufen war. Allerdings ist „Wings“ ja als Trilogie angedacht, da muss ein solch unerwartetes Ende vielleicht sein.

Ich habe auch das Buch gelesen und im Vergleich dazu wirkt das Hörbuch schon eine Spur „erwachsener“. Das liegt für mein Empfinden im Wesentlichen an Jens Wawrczeck als Sprecher. Denn auch wenn er jung genug für eine Geschichte wie „Wings“ klingt, so gelingt es ihm doch auch, die Düsternis der Geschichte rüberzubringen. Somit kann ich „Wings“ auch älteren Fantasy-Fans empfehlen. Es klingt zu keiner Sekunde nach einem Kinder-Hörbuch.

Das Covermotiv ist einfach wunderschön mit dem Kontrast zwischen den dunklen Farben und dem Türkis-Blau, und dem Bild, das richtig gezeichnet wirkt. So wie man es auch Kinderbüchern von früher kennt. Dazu der filigran gestaltete Schriftzug, auf jeden Fall ein Hingucker!

Fazit:  Der Auftakt zur Trilogie ist auf ganzer Linie gelungen. „Wings“ ist eine phantasievolle und spannende Geschichte für junge Fantasy-Fans. Ich bin gespannt, wie Edwards Abenteuer weitergeht.

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