Dorian Hunter (13) – Wolfshochzeit

Titel:   Dorian Hunter (13) – Wolfshochzeit / Verlag:   Folgenreich / Laufzeit:   ca. 80 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Regina Lemnitz, Tim Kreuer, Oliver Kalkofe, Frank Gustavus u.a.

Inhalt: Dorian Hunters Alleingänge rufen beim Secret Service zunehmend Unmut hervor. Nach seiner Rückkehr aus Wien wird er noch am Flughafen von Agenten der Inquisitionsabteilung in Gewahrsam genommen und in ein leerstehendes Gebäude in der City verfrachtet – wo er von Fremden überrumpelt und betäubt wird. Kurz darauf erwacht er. Ohne Erinnerun, inmitten einer Blutlache, umgeben von einem Dutzend grausam verstümmelter Leichen.


Diese Folge startet überraschenderweise nicht mit der sonst obligatorischen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, was ich aber als positiv verbuche. Denn 12 Folgen lassen sich in solcher Kürze ohnehin nur unzureichend zusammenfassen. Stattdessen wird gleich eingangs ofenbart, mit welchem seiner sauberen Brüder es Dorian Hunter in „Wolfshochzeit“ zu tun bekommt. Das nimmt zwar etwas Spannung aus der Sache, aber Jörgs und Jennifers Machenschaften bleiben unheimlich und grausam genug, so dass es in dieser Hinsicht durchweg interessant zugeht. Als wesentlich spannender habe ich dagegen die Jagd auf Dorian Hunter durch quasi seine eigenen Leute vom Secret Service empfunden, denn so ist er ziemlich auf sich alleine gestellt. Das ist mal eine andere Art der Spannung, die Abwechslung in die Serie bringt. Insgesamt wird Hunter in dieser Folge also von zwei Seiten gejagt. Allerdings hat diese Folge ein Luxusproblem, nämlich die Spielzeit von 80 Minuten. Wirklich uninteressant wird es zwar nie, aber es hätte der Story auch sicher nicht geschadet, sich etwas kürzer zu präsentieren. Gewisse Längen sind zweifellos vorhanden.

Über die Leistung der Sprecher braucht man eigentlich kaum Worte verlieren, denn in dieser Hinsicht hat sich die Serie noch nie etwas zu Schulden kommen lassen. Das gilt auch für ihre Darbietungen in „Wolfshochzeit“. Mir hat es gefallen, dass man hier mal mehr von Regina Lemnitz alia Martha Pickford und von Tim Kreuer als Phillip zu hören bekommt. Beide vermitteln einem ein klares Bild von ihren Charakteren, und mich würde es freuen, wenn sie auch weiterhin „mehr zu sagen“ hätten.

Die Geräuschkulisse ist wie gewohnt sehr gut und auch der Soundtrack zeigt sich erneut düster mit dräuenden, polternden Musiken. Allerdings fehlt es an Abwechslung, es kommen häufig die gleichen Melodien zum Einsatz. Das kennt man von der Serie eigentlich nicht.

Das Cover ist mein Favorit der Reihe. Mit der unheimlichen Gestalt und den hübschen Wölfen, umrahmt von den düsteren, knorrigen Bäumen wirkt es angemessen bedrohlich. Das Booklet widmet sich dieses Mal Sprecherin Regina Lemnitz, über die man hier einiges erfährt.

Fazit:   „Wolfshochzeit“ hätte gerne etwas knapper ausfallen dürfen, das hätte dem Tempo der Story nur gut getan. Zudem lässt man die Sorgfalt bei der Untermalung etwas schleifen, was bei den kommenden Folgen bitte wieder geändert werden darf. Insgesamt ist es aber eine Folge, die Fans der Serie sicher gefallen dürfte.

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