Blood on my hands (Todd Strasser / Anna Carlsson)

Titel: Blood on my hands / Verlag: Silberfisch / Laufzeit: 217 min / 3 CDs / Buch: Todd Strasser / gelesen von: Anna Carlsson

InhaltDie schöne Katherine, Anführerin eines geheimen Highschool- Zirkels, wird ermordet aufgefunden. Neben der Toten steht ihre Mitschülerin Callie – ein blutiges Messer in der Hand. Doch bevor jemand sie packen kann, flüchtet Callie. Ein nervenaufreibendes Versteckspiel beginnt: Fünf lange Tage versucht Callie ihre Unschuld zu beweisen und die von ihr verdächtigte Dakota zu überführen. Fünf lange Tage, in denen sich ein unheimliches Netz aus Intrigen offenbart.


„Blood on my hands“ ist mein zweites Hörbuch von Todd Strasser und ich muss sagen, dass ich nach „Wish you were dead“ mehr davon erwartet hatte. Ein Mädchen unter Mordverdacht, das auf der Flucht ist und dabei versucht, ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu entlarven, das klingt ohne Frage spannend. Das wäre es vielleicht auch, wenn die Handlung nicht immer mal wieder von Rückblenden auf frühere Ereignisse unterbrochen würde. Diese Rückblenden sind zwar ganz interessant und sicher auch wichtig, da sie einem einen Einblick in Callies „Freundschaften“ und deren Machtgefüge bieten, aber leider tun sie der Geschichte gleich auf zwei verschiedene Arten nicht gut. Erstens bremsen sie die Spannung ganz gut aus. Zweitens lassen diese Zeitsprünge die Geschichte zu zerrissen wirken, so dass die Tiefe, die man sonst von Todd Strassers Erzählungen kennt, und die auf diese Wege wohl erwirkt werden sollte, nicht aufkommt. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie man es von Strasser sonst kennt.

Anna Carlsson liest „Blood on my hands“ mit ruhiger und weicher Stimme. So fällt es einem leicht, ihr auch über längere Zeit hinweg zuzuhören. Außerdem lässt sie einem Callie so schnell sympathisch werden, so dass man sich leicht in sie und ihr Gefühlsleben hineinversetzen kann. Der Spannung ist diese Erzählweise allerdings nicht zuträglich, was schade ist. Vielleicht hätte man mit einer eindringlicheren Erzählweise noch etwas retten können. Kleinere Sprecherparts übernehmen Ulrike Grote und Hannes Hellmann, beispielsweise im Funkverkehr der Polizei, was eine gewisse Abwechslung bietet.

Das Layout des Hörbuchs wirkt düster und bedrohlich. Die blutrote Schrift ist ein Hingucker, und auch die CDs sind „blutbespritzt“. Das hat schon was für ein Jugend-Hörbuch.

Fazit:   „Blood on my hands“ hat mich doch sehr enttäuscht. Die Geschichte ist nicht annähernd so spannend wie man es vom Klappentext her erwartet. Schuld daran ist nicht die Idee, die ist schon gut, sondern schlicht ihre Ausarbeitung, die die Geschichte zu zerrissen wirken lässt.

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