Bibi Blocksberg (101) – …und Piraten-Lilly

Titel: Bibi Blocksberg (101) – …und Piraten-Lilly / Verlag: Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Bodo Wolf, Klaus Sonnenschein, Heike Schroetter, Karoline Herfurth u.a.

InhaltBibi verhext sich auf Oma Gretes Piratenfest und plötzlich befinden sich die Blocksbergs auf einem echten Schiff mit lauter Piratinnen an Bord. Hier freundet sich Bibi mit Piraten-Lilly an. In der Nacht treffen die beiden auf einen Geist an Deck. Er erzählt ihnen von einem Hexenbann, der über dem Schiff liegt. Ob Bibi und die anderen helfen können?


Diese Folge hat mich mit einem dicken „Warum?“ zurückgelassen. Wobei man die Geschichte an sich schon als okay durchwinken kann. Eine nette Piraten-Story mit einem Schatz und einem Geist, doch, das geht in Ordnung. Da Papa Bernhard dabei ist und sich äußerst renitent gegenüber dem ganzen Piraten-Zauber zeigt, ist auch für den einen oder anderen Gag gesorgt.
Aber WARUM zum Kuckuck ist das ganze Drumherum so kitschig und albern? Es ist zwar schon seit einigen Folgen klar, dass sich die Serie insbesondere an Mädchen richtet, aber bei dieser Folge hat man es mit diesem Stempel schlichtweg übertrieben. Ein Piratenschiff voller Piratinnen, die sich äußerst männerfeindlich geben. Das ganze Schiff ist natürlich rosa und picobello aufgeräumt (ein Piratenschiff aufgeräumt?!) und auch die Piratinnen tragen selbstverständlich Rosa. Ein Wendemänöver heißt „Die rosa Schleife“…also bitte! Und das ist noch nicht alles. Angesichts dessen fällt das Nervpotenzial des unvermeidlichen Papageis und des häufigen „hei-hei-ho“ kaum noch ins Gewicht. Und ich brauche es auch nicht, dass mir eine Bibi Blocksberg-Folge etwas von political correctness erzählt…

Immerhin, den Sprechern kann man nichts ankreiden. Den drei Blocksberg-Sprechern sowieso nicht. Karoline Herfurth gibt mit leicht rotzigem Ton eine sympathische junge Piratin, und Klaus Sonnenschein lässt den Piraten-Geist ein wenig unheimlich, aber dennoch piratig-sympathisch wirken. Heike Schroetter alias Piraten-Mary klingt ihrer Rolle angemessen wie eine waschechte Emanze, das passt also auch.

Den Geräuschen gelingt es ganz gut, die Szenerie einzufangen. Das Knarren des Schiffes, die Möwen, das Wasser, doch, das geht in Ordnung. Da fühlt man sich direkt auf das Piratinnen-Schiff versetzt.

Das Covermotiv gefällt mir, obwohl es ebenfalls sehr rosa daher kommt. Ich mag die blaue Lichtspielerei um Glasaugen-Klaus herum und den dunklen Hintergrund. Beides ein schöner Kontrast zum übrigen Rosa.

Fazit:   Wenn es nun unbedingt so sein soll, dass „Bibi Blocksberg“ für Mädchen und „Benjamin Blümchen“ für Jungs ist, okay, meinetwegen. Aber doch nicht mit der rosafarbenen Brechstange wie in dieser Folge. Die Geschichte ist okay, aber das wäre sie auch mit einem ganz normalen Piraten-Schiff gewesen. So kommt sie äußerst verkitscht daher.

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