Avalon – Space Fighter – Weltraumkrieg

Titel: Avalon – Space Fighter – Weltraumkrieg / Verlag: Hörverlag Kempen / Laufzeit: ca. 69 min / Sprecher: Ulli Potofski, Agata Frycz, Dirk Petrick, Stefan Naas, Ann-Kirstin Hesse u.a.

Inhalt„Du könntest etwas mehr Optimismus verbreiten, Annn.“ Ich fürchte, dazu gibt es leider nicht den geringsten Anlass, Erric.“ In ferner Zukunft ist die Raumfahrt so gut wie ausgestorben. Einzig die Spacer – Jugendliche auf der Suche nach ein wenig Nervenkitzel – sind noch in der Lage, die alten, ausgemusterten Raumkreuzer und deren Jäger zu fliegen. Während der Rest der Netzrepublik sich auf das Reisen mit dem Transmitternetzwerk beschränkt, liefern die Spacer sich wilde Rennen durch Asteroidengürtel. Als eine unbekannte Maschinenrasse die Republik angreift und systematisch damit beginnt, das Transmitternetzwerk auszuschalten, sind die Spacer plötzlich die Einzigen, die der übermächtigen Bedrohung noch etwas entgegenzusetzen haben …


Ein klangvoller und effektheischender Titel alleine tun es halt einfach nicht. Das beweist „Avalon Spcae Fighter – Weltraumkrieg“ mit so ziemlich jeder Minute. Der größte Knackpunkt an der Story ist schlicht, dass das gesamte Geschehen im Weltraum als absolut schrecklich, bedrohlich und dramatisch beschrieben wird, aber leider nie so wirkt. Es fehlt einfach der Pep, ein wenig Action, einfach etwas, das dafür sorgt, dass man als Hörer mit der Besatzung der Avalon mitfiebert. Eine sehr illustre Besatzung übrigens, bei der sich Alfred Bekker offenbar nicht recht entscheiden konnte, ob er seine Charaktere nun mehr auf Jugendliche / Erwachsene oder auf Kinder auslegen sollte. Da gibt es Menschen(ähnliche), dann ein Zirpanier (menschlicher Körper mit Vogelkopf), einen „Außerirdischen“, der Hulk leicht ähnlich sieht, und eine nervtötende Krake, die sich gedanklich mitteilt. Und zuletzt sei der Story noch angekreidet, dass sie mit einem Angriff roboterartiger Wesen nicht gerade das Science Fiction-Rad neu erfindet. Da ist einfach eine absolute Mainstream-Basis genommen worden, die man schon x-fach kennt, und rundum wurde eine Geschichte aufgebaut, die nun auch nicht sonderlich innovativ wirkt.

Erzähler Ulli Potofski müht sich wirklich redlich, der Story die nötige Dramatik angedeihen zu lassen, da gibt es nichts. Ohne ihn klänge „Weltraumkrieg“ noch viel weniger aufregend. Den Sprechern das Charaktere kann man gut zuhören, richtige Aussetzer sucht man vergebens. Glanzleistungen allerdings auch. Das größte Manko ist einfach, dass Dirk Petrick, Agata Frycz, Stefan Naas und Kirstin Hesse durchweg zu alt für ihre Rollen klingen, nach denen sie Jugendliche sind. Zudem hat man ihnen teilweise sehr unjugendliche, hochgestochene Formulierungen in den Mund gelegt, die diesem Alter nicht entsprechen. Und das hört man eben!

An das Titellied muss man sich gewöhnen. Ich habe es etwa fünfmal gehört und inzwischen mag ich es, trotz des etwas einfältigen Textes. Dafür ist die Melodie recht eingängig. Ansonsten hat man hinsichtlich der Soundtracks nicht viel falsch gemacht. Zwar herrschen auch hier SF-typische Musiken und Klänge vor, aber immerhin bringen sie wenigstens das nötige Flair in die Sache. Dafür hätten die Geräusche deutlich imposanter ausfallen dürfen, das hätte eventuell auch in Sachen Dramatik noch was rausgerissen. Insgesamt also eine sehr solide Untermalung.

Das Covermotiv gibt nicht viel über die Story her und wirkt mir zu künstlich und steril, was aber vielleicht so gewollt ist. Immerhin spielt die Geschichte in ferner Zukunft. Dafür bekommt man aber ein interessantes Booklet geboten. Hier werden die Charaktere bildlich und mit einigen Fakten vorgestellt, und man erhält Infos über die Sprecher und den Autor. Da macht das Durchblättern Spass.

Fazit:  Schlecht ist was anderes. Empfehlen kann ich „Avalon“ aber ruhigen Gewissens auch nicht. Die Story ist der pure Mainstream, die Charaktere wissen nicht, welche Altergsgruppe sie ansprechen wollen, und für den Begriff „Weltraumkrieg“ fehlt es durch die Bank an der nötigen Dramatik.

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