Die kleine Schnecke Monika Häuschen (17) – Warum flattern Motten ins Licht

Titel:   Die kleine Schnecke Monika Häuschen (17) – Warum flattern Motten ins Licht? / Verlag:   Karussell / Universal / Laufzeit:   ca. 41 min / Sprecher:   Kathrin Bachmann, Steffen Lukas, Tobias Künzel, Eileen Mägel, Tom Deininger

InhaltAn einem lauen Sommerabend verirrt sie sich eine Motte in den Garten und hält die Laterne irrtümlicherweise für den Mond. Schlau wie er nun mal ist, weiß Herr Günter, warum die partysüchtige Flottelotte wie von Sinnen ums Licht tanzen muss und auch, dass sowas für Nachtfalter in der Regel böse endet. Monika will Flottelotte unbedingt retten – im Schneckentempo erklimmt sie die Laterne, während Graugänsereich Günter einen seiner naturwissenschaftlichen Vorträge hält und erklärt, dass der Mond ein Wegweiser für alle nachtaktiven Insekten ist.


Monikas drittes neues Abenteuer befasst sich mal wieder mit einem nachtaktiven Tier. Mir gefallen diese Geschichten durchweg am besten, weil sie immer eine ganz besondere Athmosphäre haben: gemütlich und ein wenig romantisch, einfach schön und stimmungsvoll. Da bildet auch diese Folge um die Motte Flottelotte keine Ausnahme. Man fühlt sich sofort in den nächtlichen Garten versetzt, in dessen Nähe hier ein Fest stattfindet, das zusätzliche Stimmung beisteuert. Auffällig an dieser Folge ist, dass der Erzähler einen wichtigen Part übernimmt indem er einige von Günters Erklärungen -die hier teilweise wirklich sehr wissenschaftlich sind- mittels kleiner Experimente und Vergleiche für Kinder vorstellbarer macht. Das ist so sehr clever gelöst.

Einen Knackpunkt hat diese Folge allerdings auch, und das ist ausgrechnet Eileen Mäger, die Flottelotte ihre Stimme leiht. Zugegeben, die hektische Sprechweise und das Überdrehte passen ideal zu einer Motte, aber auf die Dauer nagt es in dieser hellen Stimmlage an den Nerven. Die übrigen Sprecher sind in gewohnt guter Form und es macht Spass, ihnen zu lauschen. Und auch in dieser Folge klingt Erzähler Tom Deiniger erfreulich locker und flotter als sonst.

Neben dem Titellied gibt es noch einige Musikfetzen vom Dorffest zu hören, so typisches Volksfest-Dschingderassabumm halt, das seinen Zweck erfüllt. Da die Geschichte in der Nacht spielt, fehlen die Gartengeräusche, aber einige andere Geräusche sind schon zu hören. Nur das Nötigste, aber in Ordnung.

Auch der Look der „Nacht“-Folgen sagt mir immer wieder zu, weil es hier schöne Lichtspielereien in Kombination mit frischen Farben gibt. Im Booklet gibt es dieses Mal ein Schattenspiel-Rätsel zu lösen.

Fazit:   Für Flottelottes Stimme braucht man auf Dauer ein gutes Nervenkostüm, ansonsten eine sehr schöne, stimmungsvolle Geschichte!

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