Gruselkabinett (50) – Das Gespenst von Canterville

Titel: Gruselkabinett (50) – Das Gespenst von Canterville / Verlag: Titania Medien / Laufzeit: ca. 73n min / Sprecher:  Annina Braunmiller, Eckart Dux, Gudrun Landgrebe, Max Felder, Boris Tessmann u.a.

Inhalt: Oscar Wildes berühmte Geschichte über die amerikanische Familie Otis, die in dem von ihnen erworbenen englischen Schloss Canterville die Bekanntschaft eines Gespenstes macht.


Ich bin ja bekanntlich kein großer Fan von Klassikern. Deshalb kannte ich die Geschiche von „Gespenst von Canterville“ bislang nicht und erwartete mir davon schon eine nette, altmodisch-schauerliche Geschichte.
Weit gefehlt, jedenfalls was das Schauerliche anbetrifft. Stattdessen geht es hier überraschend unterhaltsam und sogar witzig zu mit diesen Gespenst, dass sich angesichts der modernen Amerikaner in seinem Schloss so gar nicht ernst genommen fühlt. Bei seinen Erinnerungen an das Entsetzen für das er früher gesorgt hat, habe ich einige Male wirklich lachen müssen. Und auch besagte Familie ist für einen guten Schuss Humor gut. Dennoch hat das Dasein des Gespenstes seinen traurigen Hintergrund, der gegen Ende deutlich wird. Mit seiner „Reise“ in die Geisterwelt, die das Gespenst gemeinsam mit Tochter Otis antritt, kommt dann zumindest noch ein Hauch Grusel ins Spiel, aber zu einer echten Schauer-Geschichte macht es „Das Gespenst von Canterville“ trotzdem nicht.

Bei Sprechern wie beispielsweise Eckart Dux, Gudrun Landgrebe, Annina Braunmiller und Dagmar von Kurmin dürfte klar sein, dass in diesem Bereich nichts schief gehen kann, und das trifft fast uneingeschränkt auch zu. Fast wegen der beiden jungen Stimmen von Mathias Färber und Alexander Mager, die die Zwillinge der Familie Otis sprechen. Zwillinge hin oder her, aber deswegen müssen sie doch nicht fast jeden Satz synchron sagen! Das ging mir jedenfalls im Nu mächtig auf den Geist.

Stimmungsvolle Musikstücke und schöne, passig eingesetzte Geräusche machen auch „Das Gespenst von Canterville“ zu einem Ohrenschmaus wie man es von der Serie kennt. Da kennt man sich unüberhörbar aus!

Die bläulich durchscheinende Gestalt auf dem Cover vermittelt eine schöne Vorstellung vom Gespenst und sein nachdenklicher Gesichtsausdruck passt ebenfalls sehr gut zu seinen Grübeleien wie er die Familie Otis am besten schockieren kann.

Fazit:  Nur minimal gruselig, eher unterhaltsam und witzig. „Das Gespenst von Canterville“ erinnert sehr an seinen Kollegen Hui Buh von Schloss Burgeck.

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