Gruselkabinett (51) – Die Mumie

Titel: Gruselkabinett (51) – Die Mumie / Verlag: Titania Medien / Laufzeit: ca. 64 min / Sprecher:  Bene Gutjan, Max Felder, Frank Schaff, Jochen Schröder, Hannes Maurer u.a.

InhaltSherlock Holmes – Erfinder Sir Arthur Conan Doyle war auch ein hervorragender Autor atmosphärischer Gruselgeschichten. In „Die Mumie“ erleben im Jahr 1884 junge Studenten in Oxford schlaflose Nächte und namenloses Grauen auf dem Campusgelände.


Wenn es Schauergeschichten gibt, die mir so gar nicht liegen, dann solche um Mumien. Entsprechend skeptisch habe ich auch diese CD in den Player gelegt. Um mich vom Hörspiel dann sehr positiv überraschen zu lassen. Auch wenn die Geschichte ohne große Schreckmomente auskommt und man als Hörer relativ schnell durchschaut, wie der Hase läuft, gelingt es ihr doch Spannung aufzubauen und dieses nach und nach zu steigern. Man muss sich darauf einfach einlassen können, dass man hier eine Schauergeschichte zu hören bekommt, die im Vergleich zu den heutigen Grusel-Storys noch in den Kinderschuhen steckte. Doch genau das macht ja auch den Reiz vieler Hörspiele dieser Serie aus, und somit fügt sich „Die Mumie“ dort bestens ein.

Bene Gutjan in der Rolle des Abercrombie Smith habe ich in diesem Hörspiel zum ersten Mal gehört. Mir hat es gut gefallen, wie er diesen Charakter umsetzt. Anfangs jugendlich locker, aber gewissenhaft und auf dem Boden der Tatsachen, später dann schwankend in dieser Überzeugung und schließlich äußerst energisch. Hannes Maurer gelingt es, Edward Bellingham wunderbar undurchschaubar wirken zu lassen, und Max Felder komplettiert das Trio der Hauptcharaktere schließlich.

Düstere Melodien, teilweise orientalisch angehaucht, verleihen der Geschichte zusätzlich eine passende und unheimliche Atmosphäre. Und wie nicht anders zu erwarten bei dieser Serie, wissen auch die Geräusche durchweg zu überzeugen und dem Hörer ein Bild vom Geschehen zu vermitteln.

Also ich stelle mir eine Mumie doch etwas anders vor als das Cover sie darstellt. Auf den ersten Blick hätte ich nicht mal eine Mumie darin erkannt. Doch mit dem Sarkophag drum herum wird natürlich schon deutlich, was man hier sieht.

Fazit:   Arthur Conan Doyle verstand sich nicht nur auf Detektivgeschichten, wie dieses Hörspiel beweist. Eine gelungene Schauergeschichte der Alten Schule.

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