Gruselkabinett (52) – Tauben aus der Hölle

Titel: Gruselkabinett (52) – Tauben aus der Hölle / Verlag: Titania Medien / Laufzeit: ca. 72 min / Sprecher:  Tim Schwarzmaier, Michael Schwarzmaier, Eckart Dux, Marie Bierstedt u.a.

InhaltAmerika 1935: Griswell und John sind Freunde seit Kindertagen. Nach dem Schulabschluss bereisen die Beiden gemeinsam die Südstaaten der USA. Sie entdecken dabei zufällig ein verlassenes Herrenhaus am Rande eines Sumpfgebietes und beschließen, dort die Nacht zu verbringen. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen…


Zugegeben, der Titel dieser Folge ließ mich wenig Gutes erhoffen. Er klang mir zu sehr nach „Die Vögel“ oder einer mehr amüsanten als gruseligen Geschichte. Doch selten habe ich mit dieser Einschätzung daneben gelegen als in diesem Falle. Den ersten Pluspunkt hat das Hörspiel schon direkt damit eingefahren, dass es in nicht allzu ferner Vergangenheit spielt, sondern durchaus morderne Ansätze zeigt. Zudem habe ich eine kleine Schwäche für gruselige Storys, in denen Voodoo eine Rolle spielt. Und welche Art des Grusels liegt für eine Geschichte näher, die in den Südstaaten der USA spielt? Erfreulicherweise präsentiert sich die Story recht eigenständig und keineswegs wie die siebenunddrölfzigste Version einer Voodoo-Geschichte. Außerdem, und auch das hat mir besonders gefallen, begnügt sich „Tauben aus der Hölle“ nicht mit dem sachten Grusel, den man aus dem „Gruselkabinett“ kennt, sondern langt in dieser Hinsicht kräftig zu. Da geht es schon mal sehr blutig zu, Zombies sind ebenfalls eine ganz neue Liga, doch, mit gelegentlich solchen Hörspielen könnte die Reihe bei mir noch mehr punkten.

Auf der Sprecherliste erlebt man im gewissen Sinne ein Familientreffen, denn bei diesem Hörspiel wirkt Familie Schwarzmaier mit. Tim Schwarzmaier leiht Griswell seine Stimme und es gelingt ihm sehr gut, das Grauen, das er auf seiner Reise in die Südstaaten erlebt, deutlich zu machen. Michael Schwarzmaier haucht dem energischen Sheriff Buckner Leben ein und lässt ihn zwar leicht brummig, aber nicht unsympathisch wirken. Katharina und Caroline Schwarzmaier übernehmen die Rollen von Elisabeth und Celia Blassenville, wobei insbesondere die Umsetzung der Elisabeth für eine dicke Gänsehaut gut ist.

Geiches gilt hinsichtlich der Untermalung. Mit düsteren, umfassenden Musikstücken wird die unheimliche Atmosphäre zusätzlich verstärkt und verdichtet. Auch die Geräusche sind sehr gut gewählt und eingesetzt. So gelingt es, die Geschichte und den Handlungsort gut vorstellbar zu machen.

Düstere, aber doch kräftige Farben bestimmen das Covermotiv, das das alte Haus zeigt, in dem die Freunde Unterschlupf finden und in dem das Grauen seinen Anfang nimmt. Und auch die titelgebenden Tauben sind zu sehen. Allerdings lässt sich hier nicht erkennen, wie es zu dem Titel kam, denn dafür wirken sie so weiß doch zu wenig bedrohlich.

Fazit:   Bislang die stärkste Folge, die mir in der Reihe untergekommen ist. Athmosphärisch, recht modern und mit einem deutlich härteren Stil als die anderen Hörspiele der Reihe. So mag ich die Serie!

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