Tod auf der Piste – Ein Alpen-Krimi (Nicola Förg / Julia Fischer)

Titel: Tod auf der Piste / Verlag:  Hörbuch Hamburg / GoyaLit / Spielzeit: ca. 230 min / Buch: Nicola Förg / gelesen von: Julia Fischer

Inhalt: Die Garmischer Kommissarin Irmi Mangold und ihre junge Kollegin Kathi Reindel haben eine besonders harte Nuss zu knacken. Ernst Buchwieser, Sportlehrer am Ettaler Klosterinternat, wird auf der berühmten Kandahar-Skipiste tot aufgefunden – per Kopfschuss hingerichtet. Besonders skurril: Er trägt einen altmodischen Skianzug mit einer WM-Startnummer von 1978. Hat Buchwiesers Protest gegen die geplante Ski-WM etwas mit seinem Tod zu tun? Aber was hat es mit der seltsamen Montur auf sich? Ausgerechnet beim Dirndl-Kauf stößt Irmi auf einen entscheidenden Hinweis, der sie 30 Jahre in die Vergangenheit führt und mehr als nur Jugendsünden einiger Garmischer Honoratioren aufdeckt.


Auf der Pirsch nach weiteren tollen Regional-Krimis bin ich nun bei den Alpen-Krimis von Nicola Förg angelangt und kann auch dieses Mal nur sagen: ein spannendes und sehr unterhaltsames Hörvergnügen. Der Fall um den erschossenen Sportlehrer mutet anfangs zwar rätselhaft und etwas skurril an, doch lässt sich hier noch nicht erkennen, welch weite Kreise er noch ziehen wird und welche Wendungen die Auflösung noch bereithält. Es ist interessant und spannend die Ermittlungen der beiden Kommissarinnen zu verfolgen und gemeinsam mit ihnen an der Lösung herumzutüfteln. Doch lebt natürlich auch diese Geschichte  in gleichem Maße von den typischen Merkmalen dieser Art von Krimis. So erlebt man hier zwei sehr sympathische Ermittlerinnen, die wunderbar normal und menschlich wirken, mit Stärken und Schwächen wie sie nun mal jeder Mensch hat. Der Handlungsort wird anschaulich und charmant beschrieben, da erkennt man, dass Nicola Förg diese Gegend kennt und liebt. Und auch ein guter Schuss augezwinkernder Humor fehlt nicht, sowohl in den Dialogen, als auch beispielsweise in der Darstellung bestimmter markanter Charaktere.

Als Münchenerin ist Julia Fischer natürlich eine sehr gute Wahl als Sprecherin für dieses Hörbuch. Ihr Dialekt lässt die Charaktere authentisch wirken und es ist geradezu beeindruckend, wie sie sogar „grantelnde“ Zeitgenossen glaubhaft zu Gehör bringt. Außerdem klingt in jedem Satz auch besagte Komik mit, was das Zuhören zu einem Vergnügen macht.

Das Covermotiv mit den Milchkannen, den karierten Vorhängen und der hölzernen Hausfassade wirkt angemessen bayerisch, wie es zu einem Krimi passt, der in den Alpen spielt. Ein Hinweis darauf, dass sich auf den CDs hinter diesem Cover ein waschechter Krimi verbirgt, fehlt allerdings. Da muss man schon dem Titel glauben 😉

Fazit:  Ein charmanter Bayern-Krimi: spannend, interessant und äußerst unterhaltsam. Mir hat „Tod auf der Piste“ gut gefallen und ich werde sicher nach weiteren Krimis von Nicola Förg Ausschau halten.

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