Die drei ??? (146) – Der Biss der Bestie

Titel: Die drei ??? (146) – Der Biss der Bestie / Verlag: Europa / Laufzeit: ca. 58 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Christian Rudolf, Philipp Draeger, Ingeborg Kallweit u.a.

Inhalt: Kann eine tote Bestie beißen? Das Skelett des Säbelzahntigers im Naturkundemuseum von Rocky Beach sieht zwar sehr bedrohlich aus, doch dass es den Leiter Dr. Wadleigh attackiert haben soll, kommt den drei ??? äußerst merkwürdig vor. Aber wer oder was treibt dann nachts sein Unwesen im Museum?Justus, Peter und Bob gehen den Spuren nach. Und entdecken das Unfassbare…


Diese Folge tanzt ziemlich aus der Reihe. Nicht mal wegen des Falles, denn Abenteuer in Museen haben die drei Jungs schon mehrere erlebt. Zudem will für mein Empfinden auch nicht wirklich Spannung aufkommen und die Auflösung fällt erst recht hanebüchen aus. Dafür sorgt aber das Drumherum um diesen Fall für unschlagbaren Unterhaltungswert. Die drei Detektive als völlig überforderte Babysitter sind szenenweise wirklich zum Totlachen. Da serviert Peter den Lütten arglos Hundefutter als Frühstücksflocken, da weiß Bob unüberhörbar nicht mehr, wie er den beiden Kurzen noch beikommen soll, und auch Justus Ausraster gegenüber einem Konkurrenten seines Onkels sollte man gehört haben. Denn so etwas würde man Mr. Überkorrekt sonst niemals zutrauen. Hier erlebt man die drei Detektive einfach mal in einer ganz neuen Situation, über die sie nicht sofort (bzw gar nicht) die Kontrolle erlangen. Das macht Spass und stellt den Fall etwas in den Hintergrund, was hier keineswegs negativ gemeint ist.

Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck haben mir in dieser Folge besonders gut gefallen, da ihre Charaktere in der ungewohnten Situation neuen Spielraum gewähren, den sie auch prompt ausnutzen. Alle drei klingen hier lockerer als in anderen Folgen, wodurch es umso mehr Spass macht ihnen zu lauschen. Ein kleiner Knackpunkt in Sachen Sprecher sind für mich Philipp Draeger und Jacob Mayerhoff, die die beiden Kids Jamie und Sammy sprechen. Ja, es sind Kindersprecher und natürlich kann man da kaum eine perfekte Leistung erwarten, aber es bleibt halt dabei, dass sie hier und da etwas holprig klingen.

Ich gestehe, ich habe noch nie eine Hyäne gehört, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht so klingt, wie sie sich in dieser Folge anhört. Und auch dieses Gebrüll klingt nach allem, aber nicht nach einem wilden Tier. Was man sich bei diesen Geräuschen gedacht hat, wüsste ich schon sehr gerne. Musikalisch ist soweit alles okay, wenn auch kein Renner.

Das Cover zeigt die titelgebende Bestie, gehalten in düsteren Farben und geheimnisvoll beleuchtet. Das wirkt tatsächlich ein wenig gruselig und somit kann sich das Motiv durchaus sehen lassen.

Fazit:   Ein „Geht-So“-Fall mit einer witzigen Rahmenhandlung, die diese Folge zum Hörvergnügen macht.

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