Rätsel der Erde – Die Inka – Söhne der Sonne

Titel:  Rätsel der Erde – Die Inka – Söhne der Sonne / Verlag:  Headroom / Spielzeit: ca. 71 min / Sprecher:  Bodo Primus, Matthias Ponnier, Wolf Aniol, Jochen Kolenda, Frauke Poolmann u.A

Inhalt:  Die Inka, jenes sagenumwobene Indianervolk, das in seiner kurzen Herrschaft das größte südamerikanische Reich aller Zeiten schuf, fasziniert bis heute durch seine mystische Vergangenheit, die strahlende und machtvolle Kultur sowie den schnellen und tragischen Untergang durch die spanischen Eroberer. Wer waren diese Inka, die von sich behaupteten, Söhne der Sonne zu sein? Wo kamen sie her, wie lebten sie, was hat es mit ihrer Religion, dem rätselhaften Sonnenkult auf sich und wie konnten sie ihr riesiges Land verwalten? Oliver Elias spannendes Feature zeichnet anhand indianischer und spanischer Chronisten nach, wie das Leben der Inka sowie die Eroberung durch den spanischen Conquistador Francisco Pizarro abgelaufen sein muss.


Die zweite Wissens-Serie aus dem Hause Headroom präsentiert sich hörspiellastiger als die „Abenteuer & Wissen“ – Serie. Hier gibt es regelmäßig „richtige“ Hörspielszenen, die den Großteil des Features ausmachen. Natürlich steht auch hier die Vermittlung von Wissen im Vordergrund, doch sind keine Vorträge zu hören, sondern wirklich gespielte Szenen, die wie nebenbei Informationen liefern. Dazwischen fällt es den beiden Erzählern zu, dem Hörer wichtige Ereignisse und Fakten nahezubringen, doch auch mit einem Sprecher wirkt es nie wie eine Vorlesung, sondern wie eine spannende Erzählung, die einen sofort fesselt. Dabei wird stets Wert darauf gelegt, nicht nur in der Geschichte zu „rühren“, sondern immer auch Brücken ins Heute zu schlagen. Nein, nach einer Schulstunde klingt dieses Feature zu keinem Moment. Auf diese Art zu lernen, macht einfach Spass.

Genau wie in der „Abenteuer & Wissen“-Reihe übernehmen auch hier zwei Sprecher die Rolle des Erzählers. Bobo Primus und Frauke Poolmann teilen sich diese Aufgabe und schaffen es, bei allen Fakten und Jahreszahlen trotzdem Spannung aufkommen zu lassen. In den Hörspiel-Passagen sind beispielsweise Jochen Kolenda, Matthias Haase und Oliver Krietsch-Matzura zu hören, für mich völlig neue Sprecher, die aber durchweg auf ganzer Linie überzeugen können und ihren Charakteren glaubhaft Leben einhauchen.

Die Hörspiel-Szenen sind mit einer dichten und sehr authentischen Geräuschkulisse unterlegt. Doch auch musikalisch wird hier einiges geboten. Neben den indiotypischen Melodien und der Panflöte, sind auch Musiken zu hören, die die Feiern der Inka begleiten. Und wenn die beiden Erzähler einen besonders dramatischen Punkt der Inka-Geschichte thematisieren, fällt die Untermalung dramatisch und quasi schon filmreif aus. Kaum eine Minute in diesem Hörspiel, die keine klangliche Begleitung aufbietet.

Im Gegensatz zur Serie „Abenteuer & Wissen“ bringen die „Rätsel der Erde“-CDs kein Booklet mit. Dafür hält man ein mit bunten Zeichnungen und Fotos gestaltetes Digipak in Händen, dass -auf „Zetteln“ wie an einer“ Pinwand“- noch mal einige Fakten zusammenfasst. Insgesamt wirklich super schön anzusehen! Einziges Manko ist die Unterbringung der CD, die nicht „eingeklipst“ ist, sondern in eine Tasche geschoben wird. Auf der Pappe der Hülle. Das gibt über kurz oder lang leider Schleifspuren auf der CD.

Fazit:  Spannend und interessant wie ein Abenteuer-Hörspiel,  lehrreich wie ein Geschichtsbuch. Eine geniale Mischung!

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