Rätsel der Erde – Der Panama-Kanal – Ader zwischen Atlantik und Pazifik

Titel:  Rätsel der Erde – Der Panama-Kanal – Ader zwischen Atlantik und Pazifik / Verlag:  Headroom / Spielzeit: ca. 81 min / Sprecher:  Matthias Haase, Edda Fischer, Bobo Primus, Gregor Höppner u.a.

InhaltEs war ein kühner Plan, den Kaiser Karl V. im Jahr 1532 fasste: eine künstliche Wasserstraße zwischen atlantischem und pazifischem Ozean. Damit hätte er die Kontrolle über Zentralamerika und vor allem leichten Zugang zu den Reichtümern des sagenumwobenen Perlen- und Goldlands, das Abenteurer und Glücksritter aus ganz Europa magisch anzog. Doch es dauerte noch vierhundert Jahre, bis das Mammutprojekt in die Tat umgesetzt werden konnte. Denn der wilde, von dichtem Regenwald überwucherte und von geheimnisvollen Völkern bewohnte Landstrich forderte einen hohen Tribut. Tausende Menschen ließen beim Bau des Panamakanals ihr Leben, bis ihn schließlich am 15. August 1914 das erste Schiff durchqueren konnte. Robert Steudtner erzählt die spannende Geschichte des Panamakanals – von der Entdeckung des Pazifiks durch Vasco Núñez de Balboa, über das spektakuläre Scheitern des Suez-Kanal-Erbauers Graf Ferdinand de Lesseps bis zur offiziellen Einweihung durch US-Präsident Woodrow Wilson im Jahr 1920.


Der Panama-Kanal. Ein gewaltiges Projekt, dessen Vorgeschichte, Entstehung und Auswirkungen weit über Atlantik und Pazifik hinaus in diesem Feature beleuchtet wird. Dabei kommt erneut das Prinzip zum Einsatz, Hörspielszenen mit Erzählpassagen abzuwechseln. So bleibt es dynamisch und das Lernen vollzieht sich praktisch unbemerkt. Zudem sind beide Aspekte spannend gehalten, was speziell bei den Erzählpassagen bemerkenswert ist. Dafür gelingt es den Hörspielszenen ausgesprochen gut, einem die Ereignisse wirklich nahezubringen. Diese sonst so typische Diatanz zu so lange vergagenen Ereignissen, kommt hier niemald auf. Diese Reihe ist nicht nur Jugendlichen zu empfehlen, hier können auch Erwachsene noch eine ganze Menge lernen.

Zwei Erzähler scheinen Standard in Headrooms Wissens-Features zu sein. Dieses Mal sind Matthias Haase und Edaa Fischer zu hören, die ihre Parts so mitreißend und spannend klingen lassen, dass man gar nicht anders kann als ihnen vom ersten Moment an gebannt zu lauschen. In den Hörspielpassagen sind beispielsweise Mogens von Gadow, Martin Bross und Wolf Aniol zu hören, denen es ebenfalls gelingt, jegliche Distanz zu ihren historischen Charakteren zu vermeiden. Sie lassen sie im Gegenteil sehr menschlich klingen, so dass man Meinungen und Entscheidungen eher nachvollziehen kann.

Der Soundtrack dieses Features ist eine abwechslungsreiche und sehr gelungene Mischung aus zahlreichen authentischen Geräuschen, die das Geschehen greifbarer machen, und Musiken, die je nach Szenen für die passende Stimmung und Atmosphäre sorgen. Insgesamt also eine ausgesprochen dichte Musik- und Geräuschkulisse, die eher nach Abenteuer klingt als nach Lehrstunde.

Der bunte Look des Digipaks ist nicht nur ein Hingucker, in diesem farbenfrohen Design verbergen sich Zeichnungen, Schemata und Fotos rund um das Thema „Panama-Kanal“. Außerdem findet man auch hier wieder die angepinnten Info-Zettelchen, die noch mal bestimmte Elemente des Themas aufgreifen.

Fazit:  Ebenso genial wie die „Inka“-Folge. Es ist verblüffend wie man eine solche Fülle an Wissen so spannend und unterhaltsam vermitteln kann, während sich Schüler tagtäglich durch staubtrockene Geschichtsbücher quälen.

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