Faust Jr. – Die Wissensdetektei (02) – Der Schatz der Nibelungen

Titel: Faust Jr. – Die Wissensdetektei (02) – Der Schatz der Nibelungen / Verlag: Igel Records / Laufzeit: ca. 63 min / Sprecher: Ingo Naujoks, Bodo Primus, Leon Jahrreiss, Ralf Erdenberger u.a.

Inhalt: Es ist uralter Krimi um Gier und Gold: Siegfried, der Drachentöter soll ihn besessen – und sein Mörder Hagen soll ihn im Rhein versenkt haben den Schatz der Nibelungen. Ist es nur eine Sage oder hat es diesen Schatz wirklich gegeben? Wenn ja, wo ist er heute versteckt? Privatdetektiv Frank M. Faust möchte dieses kostbarste Rätsel Deutschlands lösen auch, weil er gerade wieder pleite ist. Und welche Geldanlage wäre besser als Gold? Leider ist Faust nicht der einzige Jäger des verlorenen Schatzes. Er trifft echte Goldwäscher, besessene Hobbyarchäologen und Kenner alter Schriften. Es beginnt eine spannende Jagd um unermeßlichen Reichtum, geheimnisvolle Geschichte und wertvolles Wissen.


Es ist ein  Fall wie gemacht für Faust, abgebrannt wie er immer ist: den Schatz der Nibelungen finden. Da macht es auch nichts, dass sein Aufraggeber von der sehr düsteren Sorte ist. Faust begibt sich auf die Suche. Dabei trifft er auf einige Experten auf dem Gebiet der Nibelungen-Sage, die ihm und somit auch dem Hörer einen interessanten Einblick in die Geschichte und die Hintergründe der Erzählung gewähren. Gemeinsam lernt man verschiedene Einrichtungen und Museen kennen, so dass man schnell in Erwägung zieht, dort auch einmal vorbeizuschauen, wenn man in der Gegend ist. Und natürlich erlebt man mit Faust auch so manche spannende und teilweise auch sehr düstere, ja, sogar gruselige Momente. Die Folge vermischt also auf unterhaltsame Art einen „echten“ Krimi mit einer ganzen Reihe Fakten rund um die Nibelungen-Sage. Doch wäre diese Folge keine echte „Faust“, wenn es dabei nicht auch ausgesprochen witzig zuginge. Fausts Wortgefechte mit dem Erzähler, seine Begegnungen mit den Experten und auch seine ewigen Geldsorgen sind allemal für ein Schmunzeln gut. Ich kann darüber sogar immer wieder herzlich lachen. Der schnodderige Detektiv ist einfach zum Kaputtlachen.

Erzähler Bodo Primus hat in dieser Folge eine ganze Menge zu sagen. Passagenweise ist sie sehr erzählerlastig. Da ist es ein Glück, dass er es schafft, mal locker weg zu erzählen, mal aber auch Stimmungen wie Spannung und Grusel aufzugreifen. Und natürlich steht er oft im Gespräch mit Faust, was zusätzlich Abwechslung reinbringt. Ingo Naujoks gibt den chronisch an Geldmangel leidenden Detektiven erneut sehr amüsant und flapsig. Leon Jahrreiss spricht den halbwüchsigen Hermann Hausmann sehr überzeugend. Als Experten mischen dieses Mal Marlies Blumenthal, Hans-Jörg Jacobi, Dr. Ellen Bender und Franz Josef Andorf mit, die zwar unüberhörbar keine Sprecher sind, doch macht gerade diese Mischung auch den Reiz dieser Hörspiele aus.

Musikalisch geht es sehr gemischt, aber immer passend zu. Neben klassischen Detektiv-Melodien bekommt man einen dem Thema entsprechenden Soundtrack zu hören. Da sind Harfenmelodien zu hören, düstere Choräle, einmal sogar ein gesungener Teil des Nibelungenliedes… Das kann sich hören lassen und lässt im Nu die passende Atmosphäre zur Geschichte aufkommen.

Das Cover vereint einige Elemente rund um die Nibelungen-Sage und zeigt sich insgesamt recht düster, was erstens allgemein gut zu einer Detektiv-Geschichte passt, zweitens aber speziell zu dieser, denn die Folge hält einige gruselige Szenen bereit.

Fazit: Für mich noch immer die beste Wissens-Hörspiel-Reihe: spannend, interessant und wunderbar witzig. Faust muss man einfach mögen.

 

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