Mark Brandis (13) – Pilgrim 2000 (Teil 2 v 2)

Titel:   Mark Brandis (13) – Pilgrim 2000 ( 2 / 2 ) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 57  min / Sprecher:  Michael Lott, David Nathan, Klaus Sonnleitner, Martin Keßler u.a.

Inhalt: 2127: Die HERMES ist jenseits Seite der Sonne von der Kommunikation zur Erde abgeschnitten. Mark Brandis und seine Crew haben Bewohner an Bord der PILGRIM 2000 gefunden. Ihr Rückweg zur Schleuse, an der die HERMES angedockt liegt, ist versperrt durch ein Heer hundegroßer Ratten. Da das Generationenschiff dem Untergang geweiht ist, bleibt Brandis nur wenig Zeit, um einen zweiten Fluchtweg zu finden. Und die Ratten sind nicht die einzige Gefahr an Bord …


Na also, es geht doch! Was dem ersten Teil der Doppelfolge an Spannung und Action fehlte, das macht Teil 2 allemale wett. Die vormals lauernde Gefahr wird nun offensichtlich und Brandis und seine Crew sehen sich gleich mehreren Gefahren gegenüber. Die erst so friedlich anmutenden Riesenratten zeigen ihr wahres Wesen, was dem Hörer manche actionreiche Szene beschert und die Stimme aus dem Cliffhanger personifiziert sich und sorgt für kribbelnde Spannung und einen ordentlichen Schuss Mystery. Doch selbstverständlich verliert auch diese Episode  das Zwischenmenschliche nicht aus den Augen, das sie für mich besonders auszeichnet. Hier sind das beispielsweise der Umgang mit der leicht sonderbaren Judith, aber auch die dramatische Szene in der Brandis erneut eines seiner Crew-Mitglieder verliert.

Klaus Sonnenschein, der den geheimnisvollen Melchior spicht, lässt in dieser Rolle mit jedem Satz deren Macht durchblicken. Er klingt allumfassend und angemessen geheimnisvoll. Katharina Tomaschewsky leiht der alten Judith ihre Stimme und einen ganz speziellen Tonfall, der ihre Einsamkeit und auch ihren etwas wunderlichen Glauben deutlich macht.

In dieser Folge kommen wieder häufiger beeindruckende und pompöse Musikstücke zum Zug, die der spannenden und temporeichen Story auch sehr gut stehen. Zudem sorgen sie für die nötige Atmosphäre im All und speziell auf der Pilgrim.

Im Booklet findet sich ein Schema des Schiffes und zudem eine Beschreibung mit zahlreichen Fakten darüber. Das Covermotiv ist erneut sehr auffällig, wenn auch nicht von der Farbe her wie beim ersten Teil. Bei dieser Episode fällt es einem durch den leichten 3D-Effekt ins Auge.

Fazit:  Nach dem ruhigen Auftakt bekommt man hier wieder deutlich mehr Action zu hören, was „Pilgrim 2000“ in Summe zu einer gelungenen Doppelfolge macht. Empfehlenswert!

 

1 Comment

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  1. Ich glaube, diese Folge „geht“ nur, WEIL sie so relativ ruhig im ersten Teil ist. Wenn schon im ersten Teil dauernd Actiondruckbetankung wäre, würde der Mördercliffhanger nicht funktionieren, weil man ihn nämlich erwartet — „jetzt war es drei Minuten friedlich, da kommt doch besrimmt gleich der nächste Actionhöhepunkt“

    Und welches Hörspiel schafft es denn, nachvollziehbar realistisch zu bleiben, wenns dauernd auf die Zwölf gibt? Dann ist man doch schnell bei Horror und Grusel und der effektgesteuerten Erzählweise, oder?

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