Das Dschungelbuch – (02) – Original-Hörspiel zur TV-Animationsserie

Titel: Das Dschungelbuch (02) /  enthält die Titel: Balus Augengläser, Shir Khans Kralle, Die Wäschter des Schatzes, Ein Gebrüll zum Fürchten / Verlag: Universal / Karussell / Spielzeit: ca. 50 mn / Sprecher: David Kunze, Lutz Schnell, Michael Iwannek, Stefan Krause u.a

Inhalt: Mogli leiht sich Balus Augengläser aus, um die schönen Schmetterlinge ganz genau betrachten zu können. Als ihm die Augengläser von Mascha, einer Äffin der unberechenbaren Affenbande, gestohlen werden, ist Balu natürlich sauer, und Mogli hat ein schlechtes Gewissen. Ohne seinen Freunden Bescheid zu sagen, geht der Menschenjunge alleine zu den gefährlichen Kalten Höhlen, wo die Affen wohnen. Er will die  Brille zurückholen. Doch das ist nicht so einfach, denn Mascha meint, sie sei wegen der Augengläser sehr klug – die Brille ist ihr ein und alles; und dann taucht auch noch Shir Kahn auf …


“Das Dschungelbuch” begeistert bereits seit Jahrzehnten Groß und Klein. Nun erscheinen bei Karussell die Hörspiele nach der beliebten TV-Animationsserie. Jede CD enthält vier kurze Geschichten, jeweils um die 12 bis 13 Minuten lang. Eine gute Aufteilung wie ich finde, denn so kann man z.B. jeden Abend eine Geschichte zum Einschlafen hören. Es ist allerdings von Vorteil, wenn man zumindest die Hauptcharaktere, also Mogli, Baghira, Balu, Shir Khan und Kaa kennt, sonst wird man Schwierigkeiten haben sich einzufinden.

Balus Augengläser – Ich frage mich jedes Mal, wieso die Augengläser nicht „Brille“ genannt werden. Wenn ein Bär im Dschungel schon ein solches Gestell trägt, ist das ungewöhnlich genug. Dann kann man es auch beim Namen nennen. Ansonsten handelt diese Geschichte in erster Linie von Mut und Freundschaft. Und mit der Äffin Mascha mischt ein neuer Charakter mit, der sicher noch für Überraschungen gut sein wird.

Shir Khans Kralle – Mein Favorit unter den Geschichten dieser Folge. Denn hier wird ein Blick auf Moglis Vergangenheit geworfen, auf seinen Kampf mit Shir Khan, und die Herkunft der Kralle, die Mogli um den Hals trägt. Als diese verloren geht, wird es zwar etwas traurig, aber bald darauf wird man durch witzige Dialoge wieder aufgemuntert. Eine schöne Mischung.

Die Wächter des Schatzes – In dieser Geschichte sind erstmals Menschen ein Thema. Da sie für die Tiere eine Bedrohung darstellen, sind spannenden Momente vorprogrammiert. Leider sind mit die Affen auch hier wieder zu überdreht. So gut es vielleicht zu solch einer Rasselbande passt, es nervt nach wenigen Sätzen immens.

Ein Gebrüll zum Fürchten – Nach Moglis albernem Gebrüll am Anfang, bei dem man sich beim Hören fremdschät, nimmt die Geschichte doch noch Fahrt auf. Hier kann man -in Maßen- sogar von einer Story mit etwas Action sprechen, was eine Abwechslung ist.

Die diebische und eingebildete Äffin Mascha wird von Ghadah Al Akel gesprochen, die genau den passenden hochnäsigen Ton trifft und es glücklicherweise vermeidet, so hektisch zu klingen wie ihre Sprecher-Kollegen in den Rollen der übrigen Affen. In den Hauptrollen hat mir erneut Michael Iwannek als Shir Khan am besten gefallen, so wunderbar böse und durchtrieben. Insgesamt gibt es aber an keinem der Sprecher etwas auszusetzen.

Musikalisch unterscheidet sich diese Folge nicht vom Vorgänger. Das Titellied hat Ohrwurmqualität und eine schöne Melodie. Und die Untermalung der Geschichten fällt ordentlich dschungelmäßig aus. Sorgäfltig ausgesuchte und eingesetzte Geräusche, nicht nur in Sachen Tierstimmen, machen das Bild in diesem Bereich rund.

Auch dieses Cover zeigt die wichtigsten Charaktere, lediglich in anderer Aufstellung. Mir will dieser „computergemalte“ Stil nicht recht gefallen, was hauptsächlich daran liegt, dass ich Mogli und seine Freunde in erster Linie aus dem Disneyfilm kenne. Da reichen diese Vier einfach nicht ran. Dafür mag ich den sehr bunten Stil. Der fällt auf und spricht für Spass.

Fazit:  Wären diese unsäglichen Affen nicht, könnte ich die Hörspiele noch besser hören. In Summe aber wieder vier nette Geschichten, vor allem für Fans des TV-Serie natürlich.

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