Filly Fairy (01) – Theadas unglaublicher Flug / Thoris magische Hufeisen

Titel:  Filly Fairy (01) – Theadas unglaublicher Flug / Thoris magische Hufeisen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Sven Dahlem, Celine Fontanges, Rainer Schmitt, Wolf Frass u.a.

InhaltEs gibt ein Land, das ist weit, weit und noch weiter weg. Niemand weiß wo es sich befindet. Dort leben kleine Feen, die Filly Fairys. Wenn du abends aus dem Fenster siehst, dann kannst du vielleicht ihre kleinen Flügel in der Dunkelheit leuchten sehen. Denn die Filly Fairys lieben es, durch die Lüfte zu fliegen. So wie Theada, die jüngste Tochter von Königin Titania und König Oberon. Ihr Traum ist es, die beste Fliegerin des ganzen Feenlandes zu werden. Schon jetzt gewinnt Theada jedes Jahr den großen Filly-Flugwettbewerb. Auch diesmal bereitet sie sich wieder gut vor. Doch wird sie es trotz des Zwischenfalls beim Training wirklich schaffen?


Aus den Kinderzimmern kleiner Mädchen aktuell kaum wegzudenken, haben es die Filly Fairys nun auch ins Hörspiel-Format geschafft. Einige Voraussetzungen sollte man dafür allerdings mitbringen. Erstens ist es von Vorteil, wenn man sich bei den Charakteren schon auskennt. Denn trotz einer kurzen Einführung zu Beginn, ist man ansonsten schnell verloren. Und zweitens sollte man entweder der angepeilten Altersgruppe ab etwas 4 Jahren angehören, oder sich zumindest auf rosarote, einfach rundum süüüße  und kitschige Geschichten einlassen können. Die beiden Abenteuer sind für Fans der Filly Fairys sicher spannend und unterhaltsam und laden die jungen Hörer zum Träumen ein. Themen wie Freundschaft, Wünsche und freundschaftliche Wettbewerbe stehen hier im Mittelpunkt, alles also ausgesprochen harmlos. Wie es sich für Kinderhörspiele von Heute eben gehört 😉

Ich rechne es der Reihe hoch an, dass man darauf verzichtet hat, die Stimmen der Sprecher technisch noch zusätzlich zu „versüßen“. Was diesen Bereich anbetrifft, muss sich die Reihe jedenfalls nichts vorwerfen lassen. Hier sind Könner wie beispielsweise Celine Fontanges, Bernd Stephan, Wolf Frass und Susanne Sternberg am Werk. Ihnen gelingt es, ihre Charaktere in diesen Geschichten, denen wirklich jeder Bezug zur Realitität fehlt, glaubhaft und liebenswert klingen zu lassen.

Musikalisch sieht es schon deutlich weniger rosig aus. Das „Titellied“ -wenn man es unbedingt so nennen will- ist nichts weiter als eine zwar lebhafte, aber klimpernde Melodie. Die hat keinen Wiedererkennungswert und zum Ohrwurm taugt sie erst recht nicht. Die Stücke während der Geschichte fallen träumerisch und märchenhaft aus. Das passt zu den Geschichten, treibt aber den Kitsch-Faktor auch mächtig in die Höhe.

Der Look ist…naja, rosa halt. Vorne, hinten, innen und außen ebenfalls. Im Booklet werden Theada und Thori vorgestellt, was immerhin eine kleine Hilfe dabei ist, sich mit den ungewöhnlichen Namen zurecht zu finden.

Fazit: Zwei harmlose und recht unspektakuläre Geschichten. Fans der Fillys werden sie sicher mögen. Für mich klingen sie leider so, als habe man eine Möglichkeit gesucht, aus einer beliebten Spielzeugreihe noch mehr Profit zu schlagen, und dann beschlossen, dass dies ja mit Hörspielen ganz gut gehen könnte.

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