Benjamin Blümchen (117) – Die Zoo-Schwimmschule

Titel: Benjamin Blümchen (117) – Die Zoo-Schwimmschule / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 41 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Marie Bierstedt, Katja Primel, Gisela Fritsch, Till Hagen

Inhalt: Stella gesteht Benjamin und Otto, dass sie nicht schwimmen kann. Sofort beschließen die beiden, ihrer Freundin im Zoosee Schwimmunterricht zu geben. Robby Robbe und Quaki Quakfrosch machen vor, wie es geht. Und plötzlich gibt es noch mehr Schüler: drei kleine Krokodile. Ob am Ende alle ihr Schwimmabzeichen bekommen werden?


Ich habe nun schon öfters gesagt bekommen, ich könne diese Serie nicht mit meinen erwachsenen Maßstäben messen, die sich an den alten Folgen orientieren, sondern müsse die Alterseinstufung „ab 3 Jahren“ berücksichtigen. Das sehe ich ein. Daher sage ich: für 3jährige geht die Folge völlig in Ordnung. Trotzdem frage ich mich, ob diese Alterseinstufung es verbietet, dass eine Geschichte eben auch eine Geschichte hat? Denn die hat diese Folge nicht. Außer dass Stella und ein paar Tiere das Schwimmen lernen, gibt es keine Entwicklung. Zudem heißt die Reihe doch „Benjamin Blümchen“…wird es da nicht auch den Kleinsten seltsam vorkommen, dass der Elefant praktisch nur eine Nebenrolle einnimmt? Alleine sein Sprech-Anteil steht weit hinter dem von Stella und Otto zurück. Und zuletzt sei noch erwähnt, dass sicher auch die Kids Karla Kolumna als engagierte Person kennen, die sich gerne auch den großen Problemen der Stadt annimmt und diese in ihr Abendblatt setzt. Und hier ist es jetzt schon die Titelseite wert, dass Stella das Schwimmen gelernt hat? Das hätten die Tiere, die es lernen, viel eher verdient, aber die spielen gerade mal in den letzten 10 Minuten eine Rolle, also quasi am Rande. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dreijährige die Charaktere nur als „Hauptsache, sie sind dabei“ sehen und sie nicht „erleben“ wollen. Und vor allem kann das doch nicht der Sinn von Kinderhörspielen sein…

Die Sprecher schlagen sich tapfer durch die seichte Handlung. Ob sie sich auch manchmal fragen, welche Entwicklung die Reihe genommen hat? Trotzdem sind sie natürlich DER Pluspunkt der Serie, denn aus der Reihe tanzt hier niemand. Für mein Empfinden sind aber alle Sprecher der neuen Zielgruppe (früher waren die Hörspiele ab 5 Jahren empfohlen) angepasst worden. Da muss ich Marie Bierstedt als Stella mal ein Lob aussprechen, denn sie klingt wenigstens jung und locker und redet in normalem Tempo. Alle anderen Sprecher bringen ihren Text sehr deutlich und oft etwas zu langsam zu Gehör. Reden denn alle Eltern in diesem Ton mit ihren Kleinkindern?

Außer dem Titellied gibt es an Musik weiter nichts zu hören. Und die Geräuschkulisse beschränkt sich auf die typischen Zoogeräusche im Hintergrund und einer Handvoll Tier“geräusche“, die eindeutig von Sprechern stammen. Nun gut, das mag 3jährigen recht sein. Mir kommts aber schon etwas seltsam vor, dass die Krokodile viel eher nach Ente klingen als die Ente selbst.

Das Cover fängt das Wesentliche der Folge ein. Die Planscherei der Freunde im Zooteich. Der Hintergrund ist mir dieses Mal etwas zu schlicht. Wo ist die Detailverliebtheit geblieben, die man bei den vorigen Covers noch bewundern durfte?

Fazit:   Die Folge ist so seicht wie der Zoosee. Knapp 40 Minuten Berieselung, mehr leider nicht.

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