Göttlich verdammt (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verdammt / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 410 min / gelesen von: Tanja Geke / nach einem Buch von: Josephine Angelini

Inhalt: Entdecke die Göttin in dir! Unerfüllte Sehnsucht, sagenhafte Kräfte Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.


Nachdem Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und Co. bis Oberkante Unterlippe „verheizt“ worden sind, wendet die Romantasy sich nun Höherem zu: den Gottheiten. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Eine wahnsinnig komplizierte, herzzerreißende Liebe zwischen zwei Teenagern mit außergewöhnlichem Erbe. Familienfehden und damit einhergehend große Dramatik. Das läst zum Mitleiden, Mithoffen und Mitfiebern ein. Zweifellos. Nur neu ist es nicht unbedingt. Ganz im Gegenteil erinnern die Charaktere hier im Wesen, in ihren Problemen und ihrem Miteinander ganz arg an „Twilight“. Nur wird hier auf der göttlichen Schiene gefahren, statt auf der bissigen. Die Verknüpfung zwischen der Lovestory und der griechischen Mythologie ist ganz ordentlich gelungen, da gibt es nichts. Das macht neugierig auf das Thema, was ich gerade bei Jugendhörbüchern immer klasse finde. Allerdings muss sich „Göttlich verdammt“ damit gleich den nächsten Vergleich gefallen lassen. Der da heißt: „Pery Jackson“. Denn auch diese Reihe hat als Dreh- und Angelpunkt die griechische Mythologie.

Tanja Geke hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen. Sie liest jugendlich locker, wie es dem Stil der Geschichte entspricht. Ohne große Stimmakrobatik verleiht sie den Personen markante Stimmen, und es gelingt ihr sehr gut, die jeweiligen Stimmungen der Szenen aufzugreifen und an den Hörer weiterzugeben. So fällt es leicht, ihr zuzuhören und dabei der Geschichte zu folgen.

Als Bonus-Track findet man auf der sechsten CD den Song „Where do I belong“ von DemiGoddes.

Ein Gesicht bzw einen Teil davon als Covermotiv zu wählen ist in diesem Genre ebenfalls sehr verbreitet. Auch da reiht sich „Göttlich verdammt“ passig ein. Der altmodische Stil gefällt mir ganz gut und auch die warmen, golden leuchtenden Farben sind schön anzusehen. Im Booklet findet man die Tracklists der CDs.

Fazit:  Der Auftakt zu einer weiteren Romantasy-Trilogie, die bei Fans dieses Genres gut ankommen wird. Es bleibt aber dabei, dass sich „Göttlich verdammt“ in Sachen Charaktere bei „Twilight“ und vom Thema her bei „Percy Jackson“ anlehnt. Womöglich bekommt die Saga ja in den folgenden Teilen noch den Dreh zu mehr Eigenständigkeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: