In der Hand des Serienmörders (Stephan Harbort, Helmut Krauss, Isabella Surel, Marina Köhler)

Titel: In der Hand des Serienmörders / Verlag: audiomedia / Spielzeit: ca. 280 min / Buch: Stephan Harbort / gelesen von: Helmut Krauss, Isabella Surel, Marina Köhler

InhaltDurch die Begegnung mit dem Serienmörder hält das Grauen Einzug in die Normalität. Wer wird Opfer eines Killers? Gibt es ein typisches Opferprofil? Stephan Harbort, Kriminalist und Experte für Serienmörder, hat mit Menschen gesprochen, die überlebt haben. Seine packenden Schilderungen enthüllen eine beängstigende Wahrheit: Jeder von uns kann das nächste Opfer sein …


Solchen Studien wie „In der Hand des Serienmörder“ begegnen einem ja eigentlich meistens im Fernsehen. Als Hörbuch ist mir so etwas bislang nicht untergekommen und entsprechend neugierig war ich, ob es in dieser Version so gut funktioniert wie im TV. Die Frage muss ich nach dem Hören ganz klar verneinen. Natürlich ist das Thema interessant und die Fallbeispiele an sich auch eine gute Spur unheimlich und beängstigend. Trotzdem will dieser Schrecken, der einem beim Anblick von Bildern im Fernsehen befällt, hier nicht in dem Maße aufkommen. Ein Schaudern ist schon mal drin, mehr aber auch nicht. Dafür kommt einem beim Hören häufiger der Gedanke, wie leichtfertig man selbst manchmal mit möglichen Gefahren umgeht. Aber sonderlich nachhaltig wirkt der Gedanke an die eigene Leichtsinnigkeit nicht. Bei diesem Titel hatte ich mir in dieser Hinsicht schon mehr versprochen, ohne dabei auf reißerische Berichte gelauert zu haben. Ein Stück weit liegt das auch daran, dass die Erläuterungen abseits der Fallbeispiele sehr wissenschaftlich daher kommen.

Helmut Krauss wäre nicht meine erste Wahl als Sprecher gewesen. In seiner Stimme liegt für mich immer auch eine Spur Humor, was zu diesem Thema ganz und gar nicht passt. Mir fehlt es an Abgeklärtheit in seiner Erzählweise, was zumindest den wissenschaftlichen Passagen gut gestanden hätte. Isabella Surel, Marina Köhler und Franziskus Wolf kommen zu Wort, sobald Fallbeispiele vorgestellt werden. Dann sprechen sie die Berichte, der daran beteiligten Personen, die Kriminalist Stephan Harbort zusammengetragen hat. Ihnen hätte durchweg etwas mehr Dynamik in der Darbietung nicht geschadet, sie klingen oft geradezu gelangweilt.

Das Messer auf dem Cover ist ein Hingucker. Den braucht der Look auch, denn ansonsten zeigt er sich nicht besonders ansprechend. Eine Kombination aus Grautönen und blut- bzw VOX-Rot, in dem für die Reihe typischen Design. Spektakulär sieht anders aus.

Fazit: Ganz interessant zu hören, jedoch längst nicht so dramatisch wie es der Titel erhoffen lässt. Scheinbar funktionieren solche Berichte doch besser, wenn man zu den Fakten auch Bilder sehen kann.

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