Mark Brandis (16) – Operation Sonnenfracht

Titel: Mark Brandis (16) – Operation Sonnenfracht / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: 68 min / Sprecher: Michael Lott, David Nathan, Tanja Fornaro, Martin Keßler u.a.

Inhalt: 2129: Commander Brandis und seine Crew haben zur Jubiläumspräsentation der VEGA Dienst als Ausstellungsführer in San Francisco. Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben lässt die San-Andreas-Spalte, auf der die Stadt steht, aufbrechen. Der Hangar stürzt ein, und nur Brandis‘ Geistesgegenwart verhindert, dass die HERMES zusammen mit dem Rest der VEGA-Raumschiffe vor Ort zerstört wird. Die Stadt geht im Erdbeben unter. In der Nachbesprechung eröffnet Direktor Harris erschreckende Fakten: schon bald werde dieses Unglück durch ein weit größeres abgelöst, wenn kein Wunder geschieht …


Interessant und nicht gerade bruhigend, zu hören, dass die Menschheit selbst im Jahre 2129 nicht über den Umgang mit Atommüll gelernt hat, geschweige denn, ihn vernünftig zu entsorgen weiß. Auf jeden Fall hat diese Folge damit einen Aufhänger, der -in Zeiten von Fukushima- eine gewisse Aktualität mitbringt und einen als Hörer direkt anspricht. Zudem wird hinsichtlich Spannung, Action und Science Fiction wieder deutlich mehr geboten als in der Vorgängerfolge, was mich wieder versöhnt hat. Es ist spannend zu verfolgen, ob Brandis Plan aufgeht, und auch der zwischenmenschliche Aspekt hat sich wieder auf ein angemessenes Quantum reduziert und sorgt auch so trotzdem für Dramatik. Das Ende bietet einen Cliffhanger vom Feinsten und man mag gar nicht glauben, dass die Geschichte ausgerechnet jetzt zuende ist. Da bleibt zu hoffe, dass die nächste Folge 17 „Alarm für die Erde“  zügig erscheint.

Die Sprecher dürfen in dieser Folge hauptsächlich befehlsgewohnt tönen. Allen voran Michael Lott, der hier einen sehr engagierten  und entschlossenen Mark Brandis gibt. Gerhart Hinze alias John Harris lässt stets die Autorität dieses Charakters durchklingen, lässt ihn dabei aber trotz aller Querelen mit Brandis nie unsympathisch wirken. In weiteren Rollen sind u.A. die vertrauten Stimmen von David Nathan, Martin Keßler und Claudia Urbschat Mingues zu hören.

In dieser Geschichte droht der Menschheit eine unfassbare Gefahr. Entsprechend gedeckt präsentiert sich auch die Untermalung. Meist sind ruhige, dräuende Stücke im Hintergrund zu hören, düster und bedrückend. Zu den Actionszenen klingt es dann aber auch wieder wuchtig und laut aus den Boxen. Besonderes Lob geht an das Geräusch des Geigerzählers, das für sich alleine schon eine Gänsehaut bereitet.

Das Booklet stellt dieses Mal vier der handelnden Charkatere vor und gewährt einen Einblick in das Wesen der afrikanischen Föderation. Das Covermotiv wirkt mir für die Handlung der Folge zu ruhig und beschaulich. Da hätte man ruhig ein dramatischeres Motiv wählen können.

Fazit: Spannend, actionreich und relativ aktuelles Thema, damit hat mich diese Folge wieder überzeugen können. Das Ende genau an dieser Stelle, bei diesem Ereignis, nehme ich der Reihe ziemlich übel 😉

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