Die drei !!! (14) – Spuk am See

Titel: Die drei !!! (14) – Spuk am See / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Mia Diekow, Merete Brettschneider, Sonja Stein, Tim Kreuer, Jürgen Holdorf u.a.

Inhalt: Bei einem harmlosen Familienausflug erfahren die drei !!! von verdächtigen Vorkommnissen in der alten Nebelmühle am See und nehmen direkt vor Ort die Ermittlungen auf. Sie kommen dabei einem mysteriösen Kriminalfall auf die Spur, der schon Jahrhunderte zurück zu liegen scheint. Es ging um blutrote Edelsteine, die damals verschwunden sind und die die drei cleveren Mädchen jetzt finden müssen. Sie scheinen jedoch nicht die einzigen Schatzsucher zu sein. Denn wer hätte sonst einen Grund, das Zelt der Detektivinnen zu verwüsten? Und was hat es mit der Hand auf sich, die Kim mitten in der Nacht aus dem See ragen sieht? Die drei Freundinnen lassen sich von solchem Spuk nicht einschüchtern und ermitteln mutig weiter.


Entgegen der landläufigen Ansicht, die drei Detektivinnen könnten Kollegen niemals das Wasser reichen, war ich ja schon immer der Meinung, dass sie das sehr wohl können. Den letzten Beweis dafür haben sie mit dieser Folge angetreten, die für mich die bisher stärkste der Serie ist. Denn hier leisten die drei Mädels nicht nur spannende und unterhaltsame Detektivarbeit. Hier geht es in gewissen Szenen auch noch ausgesprochen gruselig zu, was mir besonders gefallen hat. Der Gedanke eines Rosenstockes, der auf einem Grab wächst und nicht duftet, kommt mir zwar vage bekannt vor, wirkt aber nicht geklaut, sondern fügt sich passig in die Geschichte ein. Ein paar nette Wendungen gibt es ebenfalls und so bleibt es bis zum Ende hin spannend und mysteriös. Außerdem nehmen die Themen Freundschaft und Liebe dieses Mal nicht so viel Raum ein. Auch das lässt die Folge ernsthafter wirken.

Die drei Hauptsprecherinnen sind mit dem bereits gewohnten Eifer und Schwung dabei. Auch sonst lässt sich nur wenig Schlechtes über die Sprecher sagen. Lediglich Gerlinde Rosenbusch als Isolde Schmidt klang mir etwas zu sehr gekünstelt. Und Lukas Sperber und Jannek Schächter hören sich deutlich älter an als Ben und Lukas sind.

Mit dem Titellied kann ich noch immer nichts anfangen. Es ist mir zu lahm und weist die Hörspiele zu sehr für Mädchen aus. Dafür bekommt man während der Geschichte schöne Stücke zu hören, die die jeweilige Atmosphäre unterstützen. Insbesondere bei den unheimlichen Passagen ist das prima gelungen.

Das Covermotiv ist wie üblich der Buchvorlage entliehen. Es wirkt einerseits frisch durch den Rahmen, aber das Motiv lässt ebenso durchblicken, dass die Mädels unheimlichen Vorkommnissen auf der Spur sind. Offenbar sind die Schminktipps oder Flirttipps ausgegangen, jedenfalls fehlt ein solches Gimmick im Booklet.

Fazit: Weniger mädchenhaft, dafür spannend und teilweise gruselig. Obwohl mir das Drumherum der diversen Lovestorys immer Spass macht, dürfte es in diesem Stil gerne weitergehen. Dann sollten auch die Unkenrufe verstummen.

 

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