Mindnapping (01) – Auf gute Nachbarschaft

Titel: Mindnapping (01) – Auf gute Nachbarschaft / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Sascha Rotermund, Reinhilt Schneider, Detlef Bierstedt, Jan-David Rönfeldt, Konrad Halver u.a.

Inhalt: Nach dem Tod seiner Eltern fällt der Schriftsteller Hank Lewis in ein tiefes Loch. Bis ein mysteriöser Fremder in das Nachbarhaus einzieht. Hank hat von nun an keine ruhige Minute mehr. Der neue Nachbar scheint ihm nachzustellen und schreckt auch nicht vor Gewalt zurück. Was ist das Motiv des Fremden? Während eines Unwetters kommt es zum grauenvollen Finale …


Das Miteiander mit den lieben Nachbarn ist oft alles andere als einfach. Diese Erfahrung macht auch Autor Hank mit seinem neuen Anrainer. Es ist schön, zu verfolgen, wie sich die Attacken des Nachbarn immer mehr steigern, und wie Hank im Gegenzug dafür sorgen will, ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Da fragt man sich schnell, wohin das schlussendlich noch führen wird und kann Hanks Gefühl der Bedrohung gut nachvolziehen. Doch alleine damit kann es bei einer Reihe nicht getan sein, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, „mit dem Verstand zu spielen“. Ist es auch nicht. Hörer, denen vielleicht schon mal ein Roman von Sebastian Fitzek oder Arno Strobel vor die Nase oder zu Ohren gekommen ist, wird bald ahnen wohin der Hase hier läuft. Psychothriller-Fans dürften bei diesem Hörspiel also auf ihre Kosten kommen. Vor allem, weil man bis zum Ende hin im Ungewissen darüber gelassen wird, ob man mit seiner Ahnung Recht hat. Die Auflösung dann ist jedenfalls clever gemacht.

So sehr ich Reinhilt Schneiders Stimme mag, für ihre Rolle hier klingt sie mir eindeutig zu jung. Und sobald sie zu schreien anfängt, oder sich aufregt, suche ich nach Ohrtstöpseln. Jan-David Rönfeldt gibt einen wunderbar bösen Nachbarn, der einem eine Gänsehaut bereiten kann, während Sascha Rotermun dlas gebeutelter Hank sofort Mitgefühl beim Hörer weckt.

Die Untermalung zeigt sich sehr abwechslungsreich. Mal sind eindringliche, leise Stücke zu hören, die für Spannung und Atmosphäre sorgen, gelegentlich erklingen aber auch temporeiche, lautere Melodien, die einen aufschrecken und die Bedrohlichkeit der jeweiligen Situation aufzeiggen.

Ich hoffe sehr, der Hund wurde nur mit einer unerreichbaren Scheibe Wurst zum Winseln und Jaulen verleitet 😉 Wer Tiere mag, den treffen diese Laute jedenfalls bis ins Mark.

Der Schulheft-Look mag zwar auf den ersten Blick etwas verspielt wirken für eine Thriller-Reihe, aber im Hinblick auf die Wortspielerei „Mindnapping“ – „Mindmapping“ ergibt er durchaus Sinn. Letztlich zählt das eigentliche Motiv und das lässt sofort Rückschlüsse zwischen Titel und Geschichte ziehen, was neugierig macht.

Fazit:  Ein prima Psycho-Thirller, der mich spannend unterhalten hat. Nach dieser ersten Folge darf man gespannt auf weitere Folgen der Serie sein.

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