Mindnapping (02) – Die 9mm-Erbschaft

Titel: Mindnapping (02) – Die 9mm-Erbschaftt / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. / Sprecher: Rüdiger Schulzki, Christine Pappers, Patrick Bach, Martin May u.a.

InhaltErst der Selbstmord ihres Vaters bringt die Brüder Richard und Brendan wieder zusammen. Sie besuchen die Orte ihrer glücklosen Kindheit. Tief in den Wäldern der amerikanischen Ostküste. Doch sie sind nicht allein. Etwas folgt ihnen. Schlägt immer wieder brutal zu. Konfrontiert die Brüder mit den Schrecken der Vergangenheit. Und treibt sie in den Wahnsinn …


Müsste ich eine Rangliste mit den ersten drei Folgen der Reihe erstellen, würde „Die 9mm-Erbschaft“ den dritten Platz einnehmen. Im Vergleich zur ersten Episode wird mir zu wenig auf der Psychothriller-Schiene gefahren und mit dem Gruselfaktor von Flge 3 vermag sich ebenfalls nicht mitzuhalten. Die Frage, ob die  Erscheinungen und Vorkommnisse tatsächlich geisterhafter Natur sind, löst sich einem zu schnell um für Gänsehaut zu sorgen. Und auch wenn eine psychische Krankheit einer der Charaktere zum Ende hin eine Rolle spielt, hätte dies zuvor mehr in den Mittelpunkt gerückt werden müssen. Gelegentliche Erwähnungen und Andeutungen alleine reichen nicht, um den Hörer für diesen Aspekt der Story anzufixen. So hinterlässt „Die 9mm-Erbschaft“ eher den Eindruck eines ganz normalen Thriller. Der ist zwar durchaus spannend und hält am Ende nicht nur eine Überraschung bereit, aber das gewisse Etwas fehlt.

Martin May und Patrick Bach sprechen die beiden Brüder und lassen sie sehr gegensätzlich wirken. Martin May als Richard kommt selbsewusst und entschlossen rüber, während Patrick Bach Brandon eher ruhiges und oft auch unsicheres Leben einhaucht. Eine gute Kombination die prima harmoniert und für zusätzliche Würze sorgt. Rüdiger Schulzki ist es nicht ganz gelungen, mich von seiner Rolle als herrischer und hartherziger Vater zu überzeugen. Er hätte gerne noch eine Spur kälter klingen dürfen.

Die Untermalung fällt ruhig aus. Leise, klimpernde Stücke sind zu hören. Sie sorgen durchaus für Spannung, aber halt auf einer mehr krimihaften Ebene. Dafür kracht es zum wendungsreichen Ende hin noch mal richtig. Hier gehören diese Stücke auch hin. Die ruhigen Klänge zuvor stehen der Handlung dagegen sehr gut.

Mit den Rückschlüssen zwischen Titel und Covermotiv auf die Story ist es bei dieser Folge nicht so einfach. Dennoch wirkt die Szenerie mit dem Wald verlassen und die geisterhafte Gestalt vor den Bäumen weckt schon die Neugier. Spätestens wenn man die Folge angehört hat, ergibt das Motiv einen Sinn.

Fazit: Ein eher klassischer Thriller, spannend und auch interessant, aber ohne das besagte gewisse Etwas. Trotz „Geisterscheinungen“ will kein Grusel aufkommen und die erwähnte psychische Erkrankung wird nicht genug betont um den Verdacht des Hörers in eine solche Richtung zu lenken.

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