Mindnapping (03) – Der Trip

Titel: Mindnapping (03) – Der Trip / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. / Sprecher: Daniel Welbat, Jannik Endemann, Tammo Kaulbarsch, Konrad Halver, Martin Sabel u.a.

InhaltWas für fünf junge Leute eine Mutprobe im alten Oakley-Haus werden sollte, nimmt eine schreckliche Wendung. Geht es dort um? Haust dort etwas im Keller? Der Trip wird zum Albtraum! Wer wird überleben?


Nach einer Folge in Richtung Psychothriller und einem mehr klassischen Thriller, begibt sich „Mindnapping“ mit Folge 3 auf die Spuren eines typischen Teenie-Slashers. Das gesteht einer der Charaktere auch freimütig ein. Da ich ein ausgeprägtes Faible für solche Storys habe, ist „Der Trip“ auch mein Favorit unter den drei ersten Folge dieser Reihe. Auch wenn man solch eine Handlung mit einer verirrten Truppe Teenager, unheimlichen Gestalten und einer gruseligen Geschichte um einen Axtmörder schon so und so oft gehört oder gesehen hat, sie macht einfach immer wieder auf’s Neue Spass. Zum Ende hin nimmt einen die Story noch einmal so richtig schön hch. Denn zuvor ist man sich eigentlich die ganze Zeit sicher, dass es keinen umhergeisternden und mordlüsternden Axtmörder geben kann. Eine pfiffige Idee lässt das aber plötzlich doch ganz anders aussehen und man gerät ins Zweifeln. Dem Gruselfaktor hilft dies übrigens auch noch mal ordentlich auf die Sprünge. Interessant ist dr Wechsel zwischen den Schauplätzen: Gruselhaus und Pathologie. Erst nach und nach erschließen sich einem die Zusammenhänge und die zeitlichen Abfolge. So ist man ab einem bestimmten Punkt einer „Partei“ einen grausigen Schritt voraus.

Daniel Welbat gibt den Großkotz Warren wirklich sehr überzeugend, hat mich aber auch später überzeugen können, als Warren allmählich an seinem Verstand zu zweifeln beginnt. Obwohl er mit der Rolle des Ryan den ruhigsten, streberhaften Part übernimmt, ist mir Tammo Kaulbarsch am besten im Gedächtnis geblieben. Er hebt sich so speziell von Warren ab und fällt so auf. Erfreulicherweise mausern sich Julia Fölster und Linn McKenzie in der Umsetzung ihrer Rollen während der Story. Anfangs lassen sie Lissy und Katie wirken wie nur haarscharf am Image der -für solche Geschichten so beliebten- dummen Hühner vorbeigeschrappt. Später wird aber deutlich, dass die beiden durchaus auch etwas im Kopf haben.

Da die Handlung sich vornehmlich im gespenstischem Oakley-Haus abspielt, fällt die Untermalung dezent aus, wirkt aber so sehr gut und unterstreicht den Gruselfaktor. Zu Schreckmomenten kracht es aber auch mal aus den Lautsprechern und sorgt so beim Hörer für den gleichen Schrecken, wie ihn die Teenie gerade erleben. So gehört sich das für gruselige Hörspiele.

Das Covermotiv gewährt einen Blick ins Oakley-Haus. Schön düster und verlassen, da darf man schon auf eine unheimliche Geschichte hoffen. Mir gefällt es außerdem, dass das Motiv der CD einen weiteren Blick auf das Haus gewährt.

Fazit:  Eher ein Gruselhörspiel als ein (Psycho)thriller, das mt einer klassischen Handlung im Fahrwasser diverser Teenie-Horror-Filme punkten kann. Meine Nummer 1 unter den ersten drei „Mindnapping“-Episoden!

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