Englisch lernen mit den Looney Tunes (01) – Playing Dracula – Bugs Bunny auf Schloss Dracula

Titel:  Englisch lernen mit den Looney Tunes (01) – Playing Dracula – Bugs Bunny auf Schloss Dracula / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Sven Plate, Jens Wawrczeck, Andreas von der Meden u.a.

InhaltDer Raum-und-Zeit-Tauscher ist defekt und der arme Stuart soll ihn reparieren. Aber bei der Reparatur geht etwas schief und Stuart und Bugs Bunny werden in ein unbekanntes Land und eine unbekannte Zeit katapultiert. Wo sind sie nur gelandet? Und wann? Sie klopfen an die Tür einer düsteren Burg und treffen dort ausgerechnet auf Graf Dracula. Aber ist das wirklich der echte Graf Dracula oder geht es auf dieser Burg vielleicht nicht mit rechten Dingen zu? Ehe Bugs und Stuart nach Hause zurückkehren können, erleben sie eine ganze Menge Überraschungen und lernen einiges über Vampire, Fledermäuse, Graf Draculas Familie und das richtige Essen zur richtigen Zeit.


Nun hat es sich also auch Karussell zur Aufgabe gemacht, ihren jungen Hörern beim Erlernen der englischen Sprache zur Seite zu stehen. Warum das nun ausgerechnet mit den Looney Tunes sein muss, weiß ich zwar nicht, aber es gefällt mir. Ich bin selber Fan, vor allem von Bugs und Daffy. Das Abenteuer auf Schloss Dracula ist zwar nicht gerade das Neueste vom Neuen, aber Spass macht es allemal. Schon alleine, weil Bugs und Stuart so manchen pfiffigen Spruch auf Lager haben, und weil Bugs einen wunderbar, listigen Sinn für Humor hat. Und auch Graf Dracula und sein Diener Igor sind für ein Schmunzeln gut. Das Ende finde ich besonders gelungen, da habe ich richtig lachen müssen. Eine witzige Idee.

Die komplette Geschichte wird auf Deutsch erzählt, sie ist also in jedem Falle verständlich. Lediglich der Erzähler spricht Englisch. Zudem wird die Handlung regelmäßig -aber in recht großen Abständen unterbrochen. Während dieser Unterbrechungen werden Themen der Geschichte aufgegriffen und auf Englisch erläutert. Diese Erläuterungen finden im Dialog zwischen einer Sprecherin und den Charakteren statt, so dass diese Lektionen lebendig und unterhaltsam wirken.

Als Erzähler ist Colin Solman zu hören, der zwar langsam und deutlich spricht, aber trotzdem gut betont. Die weibliche Stimme der Lektionen gehört Emily Clark Brandt. Auch sie spricht deutlich und langsam, was aber durch den Dialog mit den Charakteren aufgelockert wird.
Sven Plate spricht hier Bugs Bunny, so wie auch im Film „Space Jam“ und seine Stimme passt gut zu dieser Figur. Er lässt den Hasen gewitzt und liebenswert klingen. Jens Wawrczeck leiht Stuart seine Stimme, der für die unfreiwillige Zeitreise verantwortlich ist. Er spricht oft sehr hektisch und kleinlaut, so dass man schnell Mitgefühl für Stuart entwickelt.  Die Rollen von Dracula und seinem Igor fallen Thomas Karallus und Andreas von der Meden zu, also zwei ebenfalls bekannten Sprechern, die ihre Parts souverän und glaubwürdig meistern.

Die Musik zeigt sich meist flott und cartoonmäßig, während einiger Szenen im Schloss sind aber auch unheimliche, leise Stücke im Hintergrund zu hören, die tatsächlich für ein kleines bisschen Grusel sorgen. Die Geräusche klingen durchweg authentisch und veranschaulichen gut, was sich bei Bugs und Konsorten gerade tut.

Die CD enthält zudem 13 Seiten reich bebildertes Lernmaterial (als .pdf)  mit Spielen, Ausschneide- und Ausmalbildern und allerlei Gimmicks mehr, bei denen man die eben gelernten Vokabeln wiederholt, oder die Lektionen noch mal durchgehen oder auffrischen kann. Grundsätzlich gut gemacht, aber mir gefällt es dann doch besser, wenn solchen Hörspielen ein Heftchen beiliegt. Um gut mit diesem Material arbeiten zu können, muss man es ausdrucken und Tinte ist nicht eben günstig. Bei mittlerweile sechs Folgen der Reihe geht das gut ins Geld. Und mit gleich loslegen ist es so auch nicht weit her.

Das Covermtoiv wirkt der Story entsprechend kindgerecht schaurig, aber mit der goldigen Fledermaus und dem entsetzen Bugs auch ausgesprochen niedlich. Das rückwärtige Cover empfinde ich dagegen als arg überladen.

Fazit:  Eine unterhaltsame und kindgerecht gruselige Geschichte, bei der es Spass macht, nebenbei Englisch zu lernen. Das Lernmaterial im .pdf-Format dagegen finde ich sehr unglücklich gewählt. Solange nur gelesen oder Bilder angeschaut werden müssen, ist es noch okay. Aber große Teile müssen halt ausgedruckt werden um damit zu arbeiten und das dauert erstens und kostet zweitens.

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