Lightstreams 06 – Das Ende der Welt

Titel: Lightstreams (06) – Das Ende der Welt / Verlag: Mindcrusher Studios / Spielzeit: ca. 15 min / Sprecher: Marco Ansing, Insa Müller, Rene Wagner, Timo Landsiedel u.a.

Inhalt: Der Privatdetektiv Harvey Boone bekommt einen Fall, der zunächst ganz einfach aussieht. Doch wer sich in den Fängen der Lightstreams befindet, unterliegt manchmal ganz anderen Gesetzen.


Vorweg muss ich vielleicht erwähnen, dass ich die Folge 1 bis 5 nicht kenne. Sollte es also einen roten Faden geben, kann ich dazu nichts sagen. Ich kann aber sagen, dass mich das Hörspiel zunächst sehr verblüfft hat, weil es mir bis gut zur Hälfte sehr unspektakulär vorkam. Es klingt wie ein alter Krimi, was von Haus aus schon nicht mein Fall ist, und außerdem hatte ich mir einfach etwas Besonderes von „Lightstreams“ Folge 6 erwartet, was ein Krimi ala Dick Tracy halt nicht ist.
Aber…plötzlich wendete sich das Blatt und siehe da: von nun an wurde es durchaus spannend, denn man wird aus dem Geschehen genauso wenig schlau wie Boone selber. Die erste (!) Auflösung dann fällt so interessant aus, dass ich ziemlich neidisch wurde. So etwas würde ich auch gerne mal erleben, ging es mir durch den Kopf. Genau für knappe 3 Minuten, denn dann wartet die Geschichte mit einer weiteren Wendung auf, und die sehnt man sich sicher nicht herbei…

Ich halte es Sprechern immer zu Gute, wenn sie mit hörbarem Spass bei der Sache sind. Das trifft hier auf alle Sprecher zu. Marco Ansing als Erzähler klingt mir anfangs allerdings schon eher jovial als geheimnisvoll. Auch einer der Gründe, wieso ich einfach nicht schließen konnte, welche Art Geschichte mich hier erwartet. Dafür hat mir Insa Müller als Auftraggeberin ganz ausgezeichnet gefallen. Sie vermittelt ein sehr anschauliches Bild dieser Frau. Clemens Nicol gibt Harvey Boone und lässt ihn mit tiefer Stimme leicht verwegen, aber nicht unsymapthisch wirken.

An Musik ist nicht viel zu hören, quasi das Nötigste. Das kommt in der ersten Hälfte in Gestalt von Radiomelodien daher, die den Eindruck eines Krimis aus früherer Zeit noch verstärken. Später ist aber im Hintergrund eine düstere, dräuende Melodie zu hören, die dem Ende der Story eine traumartige Atmosphäre verleiht.

Das Covermotiv gefällt mir, weil ich die Idee dieser Kombination Weltkugel – Auge klasse gemacht finde. Einen durekten Zusammenhang mit der Story kann ich aber nicht erkennen. Aber es ist ein Hingucker, das in jedem Fall und im doppelten Sinne 😉

Fazit:  Das Hörspiel spielt sehr schön mit dem Hörer, stüzt ihn zunächst in Verwirrung, um ihn dann später gleich zweimal -nämlich jedes Mal, wenn man mein, man hätte die Geschichte durchschaut- erneut auf’s Kreuz zu legen. Pfiffig gemacht!

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