Mein kleiner Horrortrip

Titel: Mein kleiner Horrortrip / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: ca. 87 min / Buch: Erin Hunter, R.L. Stine, Neil Gaiman, Sarah Weeks u.a. / gelesen von: Nicki von Tempelhoff, Anna Thalbach, Rainer Strecker, Katja Danowski u.a.

Inhalt: Horror to go für unerschrockene Hörer.Renommierte Autoren haben die literarische Herausforderung angenommen: In ganz kurzen Miniaturen messen sie sich in der Kunst des schnellen Schauders. Das Ergebnis: kurze Tode, flinke Morde und zahlreiche Giftspritzen, verabreicht von kriechenden Händen, kichernden Clowns, gemeinen Kindermädchen und garstigen Ratten. Mal subtil, mal trashig, mal blutig, mal völlig blutleer, immer überraschend, pointenreich und mit viel schwarzem Humor.


„Die kürzesten Schockgeschichten aller Zeiten“ heißt es auf dem rückwärtigen Cover dieses Hörbuch. Doch mit solcher Kürze hatte ich nicht gerechnet. Die längste der 50 Storys ist keine 5 Minuten lang, die kürzeste schafft gerade mal 18 Sekunden. Meine Hochachtung vor den Autoren, die solch kurze Geschichten erdacht haben, die trotzdem eine oft schauerliche Handlung haben. Nach so mancher Geschichte sitzt man da und fragt sich mit Schaudern, wie sie wohl weitergehen würde oder was genau dieses Ende eigentlichbedeutet… Aber eben auch nur bei so mancher Geschichte, nicht bei allen. Die Sammlung zeigt sich insgesamt recht durchwachsen. Es sind wirklich gute Geschichten darunter (meine Empfehlung ist die Nummer 9 – „Ein ganz einfacher Job“), aber auch einige schwächere, bei denen ich mich nicht gegruselt habe. Gut möglich aber, dass es den jungen Hörern ab 12 Jahren da anders geht. Immerhin bedienen sich die Autoren recht „gängigen“ Grusel-Elementen wie Spinnen, dem böse Wesen im Schrank oder Clowns. Irgendeine Geschichte wird hier also wohl jeder finden, die ihn schreckt.

Wem bereits mal das eine oder andere Hörbuch der Hörcompany in den Player gekommen ist, der trifft hier die entsprechenden und -anders lässt es sich nicht sagen- genialen Sprecher wieder. Kurze, aber gruselige Geschichten zu schreiben ist eine Sache, aber die Sprecher lassen sie noch unheimlicher klingen. Und auch das ist eine wirklich tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass weniger als 5 Minuten Zeit zum Aufbau von Spannung und Atmosphäre eine arg kurze Zeit ist.

Vom Cover starrt einen ein bösartiges Auge an und die blutrote Schrift verspricht ebenfalls ein gruseliges Hörvergnügen. Das umfangreiche Booklet ist im gleichen Stil gehalten. Hier findet man neben der Tracklist noch kurze Steckbriefe der Autoren und Sprecher. Da macht das Blättern im Booklet gleich noch mehr Spass.

Fazit:   Nicht jede der insgesamt 47 Geschichten hat mir eine Gänsehaut verursacht. Dennoch hat mich diese Sammlung sehr beeindruckt und das Hören hat Spass gemacht. Wer zwischendurch gerne mal einen Happen Grusel mag, der ist mit diesem Hörbuch gut bedient.

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