Faust Jr. – Die Wissensdetektei (05) – Das Amulett des Tutanchamun

Titel: Faust Jr. – Die Wissensdetektei (05) – Das Amulett des Tutanchamun / Verlag: Igel Records / Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Ingo Naujoks, Luna Jahrreiss, Bodo Primus, Benjamin Armbruster u.a..

Inhalt: Ägypten, im Februar 2011. Während in der Hauptstadt Kairo Millionen Menschen auf der Straße für Freiheit demonstrieren, wird Privatdetektiv Frank Faust zuhause in Bochum gefunden: eingewickelt wie eine Mumie. Wer wollte ihn auf diese makabre Art beseitigen? Und wie ist das kostbare Amulett aus dem berühmten Goldschatz des ägyptischen Königs Tutanchamun in seinen Besitz gelangt? Frank Faust kann sich an nichts erinnern. Aus den Nachrichten erfährt er, dass vor wenigen Tagen ins Ägyptische Museum in Kairo eingebrochen wurde. Ist der Ermittler am Ende nicht nur Opfer, sondern selbst Täter? Mit Hilfe seiner Nichte Luna und klugen Wissenschaftlern versucht er sein Gedächtnis zusammenzusetzen. Dabei entschlüsseln sie eine Geschichte, die tief hineinführt ins Alte Ägypten: zum Leben und Sterben des Tutanchamun.


Diese Serie gehört zu den wenigen, bei denen ich wirklich jeder Folge entgegenfiebere. Und das, wo solche Lehrhörspiele an sich sonst nicht so mein Fall sind. Aber Faust Jr. gelingt es jedes Mal auf’s Neue, mich zu begeistern. Da bildet auch Folge 5 keine Ausnahme. Eingebettet in einen spannenden Fall, den Faust auf gewohnt unkonventionelle und turbulente Art angeht und löst, bietet die Geschichte eine Fülle an Informationen rund um das Alte Ägypten, Tutanchamun, Flüche und Königsgräber. Wie gewohnt kommen in den Passagen, die Wissen vermitteln, Experten zu Wort, was nicht nur zusätzlich auflockert, sondern auch für Glaubwürdigkeit der Fakten sorgt. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass es ein Widerhören mit einer Gestalt aus meiner Lieblingsfolge gibt. Überraschend, aber klasse! Eine ordentliche Prise Humor fehlt natürlich auch „Tutanchamun“ nicht, wobei ich ja denke, der Witz der Reihe ist eher auf die älteren Hörer gemünzt. Aber warum auch nicht? An „Faust“ dürfen gerne auch Erwachsene ihren Spass haben.

Zu den Sprechern bleibt an sich nicht viel zu sagen, denn auch in dieser Folge sind die alten Bekannten zu hören, mit denen man bereits vier Abenteuer erlebt hat. Ingo Naujoks gibt den schnodderigen, chaotischen, aber doch ganz cleveren Detektiven. Ihm zur Seite steht seine gewitzte Nichte Luna, gesprochen von Luna Jahrreiss. Bodo Primus glänzt erneut als Erzähler und gefällt mir vor allem an den Stellen, an denen er mit Faust spricht. Die beiden ergeben ein urkomisches Duo. Und mit Ralf Erdenberger quäkt auch Fausts Personal Pott wieder mit. Dem erwähnte Überraschungsgast dieser Folge leiht Benjamin Armbruster seine Stimme mit dem unverkennbaren Akzent.

Die eingesetzten Musikstücke sind prima ausgewählt und lassen im Nu ägyptisches Flair aufkommen. Da fühlt man sich direkt ins Land der Pyramiden versetzt. Und auch die Geräuschkulisse kann sich einwandfrei hören lassen. Somit ist also auch in diesem Bereich alles in bester Ordnung.

Das Covermotiv vereint mehrere typisch ägyptische Elemente , die auch in Fausts Fall eine Rolle spielen. Schön düster wie es gehalten ist, verspricht auch die Aufmachung des Hörspiels lehrreiche Spannung.

Fazit:   Erneut ein in allen Belangen gelungener Fall für den Bochumer Detektiven. Auf solch spannende und witzige Art macht das Lernen einfach Spass.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme