Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich (Kiersten White / Petra Schmidt-Schaller)

Titel: Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich / Verlag:  Goya Libra / Spielzeit: 5 CDs / Buch: Kiersten White / gelesen von: Petra Schmidt-Schaller

Inhalt: Seit sie als Kind vor einem Zombie gerettet wurde, arbeitet die sechzehnjährige Evie für die Internationale Paranormalen-Organisation. Sie spürt Vampire, Wasserhexen und andere Paranormale auf, um sie mit einem Chip zu markieren und so zu kontrollieren. Als eines Tages der siebzehnjährige Gestaltwandler Lend in der Zentrale der IPO auftaucht, steht Evies Leben plötzlich Kopf. Obwohl sie Lend misstrauen sollte – schließlich ist er ein Paranormaler – verliebt sie sich in ihn. Kurz darauf werden zahlreiche Paranormale auf mysteriöse Weise getötet und irgendwie scheinen die Morde mit Evie in Zusammenhang zu stehen. Gemeinsam fliehen Evie und Lend, doch der Täter ist ihnen auf der Spur. Furchtlos und natürlich perfekt gestylt tritt Evie dem Mörder schließlich entgegen.


Ein junges, hübsches Mädchen im Kampf gegen übersinnliche Wesen und in den Fängen der Liebe…oh bitte, nicht schon wieder! möchte man da spontan sagen. Aber halt, denn auch wenn „Flames’n’Roses“ mit solch gängigen Elementen spielt, zeigt sich die Story doch erfrischend anders. Während die kampfbereiten jungen Damen sonst üblicherweise im Teenie-Alter von ihren besonderen Fähigkeiten erfahren, kennt Protagonistin Evie ihr Leben gar nicht anders. Sie arbeitet seit ihrem 8. Lebensjahr für die IPO und sehnt sich förmlich nach einem normalen Teenie-Leben. Doch ihre einzige Möglichkeit, dem wenigstens etwas nahe zu komme, sind (bevorzugt rosa) Klamotten und TV-Serie.
Und auch die übersinnlichen Wesen entsprechen hier nicht dem üblichen Klischee. So sind z.B. Feen beim besten Willen nicht gut, und Vampire und Werwölfe stellen Dank der Arbeit der IPO keine allzu große Bedrohung mehr dar. Doch plötzlich werden viele von ihnen getötet, was Evies Leben gründlich auf den Kopf stellt. So beginnt ein ganz spannendes Abenteuer. Auf der einen Seite Evies Wesen entsprechend sehr mädchen- fast tussihaft, aber sympathisch, auf der anderen Seite durchaus rasant und komplex. Natürlich fehlt auch die Romanze nicht. Sehr süß und unschuldig in diesem Falle, eben so rosarot und kitschig wie es das Cover schon vermuten lässt.

Petra Schmidt-Schuller hätte etwas mehr Schwung beim Lesen gut getan, aber immerhin trifft sie ganz gut den nötigen jugendlichen Ton. So kann man ihr trotzdem leicht über längere Zeit hinweg zuhören.

Kitschiger als der Look dieses Hörbuches geht es kaum. Alleine deshalb hat es aber auch irgendwie schon wieder Stil. Schön ist, dass sogar die CDs in diesem Stil gehalten sind. Ein verzücktes „hach“ dürfte den jungen Hörerinnen da leicht entschlüpfen.

Fazit: Schon sehr rosarot und verkitscht, aber auch erfrischend anders, spannend und vergnüglich. Ich bin gespannt, wie Evies übersinnlich-süßes Abenteuer weitergeht, denn „Flames’n’Roses“ ist als Trilogie angelegt.

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