Clockwork Angel – Chroniken der Schattenjäger – Teil 01 (Cassandra Clare / Katja Danowski)

Titel: Clockwork Angel – Chroniken der Schattenjäger (Teil 01) / Verlag: Jumbo Verlag / Goya Libre / Spielzeit: ca. 525 min / 7 CDs / Buch: Cassandra Clare / gelesen von: Katja Danowski

Inhalt: London, 1878: Die sechzehnjährige Tessa macht sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Bruder Nathaniel. Ihre Nachforschungen führen sie in die Unterwelt Londons, wo finstere Kreaturen herrschen. Bald gerät sie ungewollt mitten hinein in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen Schattenwesen. Tessa findet Zuflucht bei den Schattenjägern. Der schöne, aber zerbrechliche James und der draufgängerische Will möchten Tessa bei der Suche nach ihrem Bruder helfen. Als Tessa herausfindet, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist, wird sie selbst zur Gejagten und sie muss entdecken, dass ihr Bruder tief in die Machenschaften der Unterwelt verstrickt ist.


Nachdem Cassandra Clares „Unterwelt-Chroniken“ durchschlagenden Erfolg bei der jungen bzw halbwüchsigen Leserschaft erzielt hat, ist es nachvollziehbar, dass sie dieses Feld auch mit den „Schattenjäger-Chroniken“ nicht verlässt. Auch dieser erste Teil spielt wieder im London des 19. Jahrhunderts, wo die Schattenjäger alles Übernatürlich bekämpfen. Es ist allerdings nicht notwenig, dass man die „Unterwelt-Chroniken“ kennt, sonst wäre ich schon nach wenigen Minuten aufgeschmissen gewesen. Nach einem mysteriösen Prolog ist man bereits mitten in der Geschichte, die wunderbar funktioniert auch ohne sich auf die „nachbarliche“ Reihe zu stützen. Man sollte anfangs allerdings wirklich gut aufpassen, denn Cassandra Clare schont die Hörer keineswegs und man muss in kurzer Zeit mit einer ganzen Reihe Ereignissen folgen und auch eine ganze Reihe an Personen kennenlernen und für sich sortieren. Sobald einem dies gelungen ist, kann man sich ein wenig entspannen und der Story leichter folgen. Die zeigt sich schön geheimnisvoll wie man es von Clares „Chroniken“ kennt, interessant in Sachen Setting und was die verschiedenen Charaktere und Wesen anbetrifft, aber -und auch das kenne ich aus den „Unterwelt-Chroniken“- durchaus mit der einen oder anderen Länge, wo ich dann gerne mal ein Kapitel übersprungen hätte, ohne Angst zu haben, mir könnte etwas Wesentliches entgehen. Man sollte es aber doch lassen, und stattdessen vielleicht einfach eine Hör-Pause einlegen und später weiterhören. Ein Trostpflaster ist für mich da die Liebesgeschichte gewesen, die selbstverständlich auch zu dieser Geschichte dazu gehört. Will oder doch James? Da ist man zusammen mit Tessa hin- und hergerissen. Und das obwohl auch hier nicht gerade das Rad neu erfunden wird, denn selbst bei den „Schattenjägern“ ist das Thema Liebe von viel Hin und Her geprägt, mit allem, was scheinbar heute zu einer Teenager-Geschichte gehört: Romantik, dann wieder herbe Abfuhren, natürlich hauptsächlich, weil der Herr im Liebes-Chaos sich in Selbstzweifeln ergeht… Aber nun, eine Lovestory ist irgendwie trotzdem was Schönes, da kann man darüber schon mal hinwegsehen.

Katja Danowski habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört und ich musste mich anfangs erst mal an sie gewöhnen. Dabei hat sie keineswegs eine unangenehme Stimme, mein Problem war mehr, dass ich bei ihr oft nicht genau wusste, wen sie da gerade spricht. Und das verwirrt bei dieser Vielzahl an Figuren und Charakteren dann schon. Aber es hat sich später dann eingespielt und ab da habe ich Katja Danowski dann sehr gerne zugehört.

Die 7 CDs ziehen in einer schicken Box ins Regal ein, deren Motiv dem der Buchvorlage entspricht. Der „Rahmen“ ist mit den Verschnörkelungen nicht nur schön anzusehen, sondern hat auch etwas Geheimnisvolles an sich. Im Zentrum ist eine düstere Szene mit einer Schattengestalt zu sehen, was prima zur Atmosphäre der Geschichte passt. Die CDs selber stecken in einfachen Papphüllen, was ich immer wieder 1. recht lieblos und 2. gefährlich finde, denn die CDs stecken fest in den Hüllen…wie leicht können das beim Herausziehen Kratzer entstehen. Das Booklet bietet neben der Track-Einteilung noch einen Überblick über einzelne Charaktere und Figuren.

Fazit: Wer die „Unterwelt“-Chroniken mochte, der darf auch bei den „Schattenjägern“ gerne wieder zugreifen. Cassandra Clares Welt und ihre Vielfalt an Charakteren und Figuren ist auch hier einfach wunderbar. Aber es gibt auch wieder vertraute Schwächen wie die bereits erwähnten Längen.

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