TimeShift (01) – Same Day – Different Shit

Titel: TimeShift – Same Day Different Shit /Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Lars Conrad, Günter Jakoby, Bernhard Schlax u.a.

Inhalt: Shaun arbeitet am CERN Institut als Systemintegrator und wird durch ein missglücktes Experiment durch Raum und Zeit geschleudert. Wenn Gegenwart und Vergangenheit aufeinander treffen kann das nur eins zur Folge haben: Chaos. Und genau das ruft die Revisoren der Zeit auf den Plan, die gegenüber Änderungen an der Zeitlinie nicht gerade liberal eingestellt sind.


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Zeitreisen sind seit eh und je ein beliebtes Thema, und daran wird sich so schnell wohl auch nichts ändern. Der Gedanke ist einfach faszinierend, spätestens seit „Zurück in die Zukunft“. Und schon immer gab es auch einen Haken an der Sache. Etwas, das die Zeitreisen zu keinem entspannten „Urlaub“ anno irgendwann macht. Vorzugsweise der Gedanke, dass eine in der Vergangenheit vollzogene Tat üble Auswirkungen auf das Raum-Zeit-Gefüge haben wird. Kennt man auch aus „ZidZ“ und später noch aus „Donnie Darko“. Und als eine Kreuzungs aus diesen beiden Geschichten haben ich „Time Shift“ auch empfunden. Glücklicherweise scheint auch den Machern der Bezug vor allem zu „ZidZ“ klar gewesen zu sein, denn es gibt gelegentliche Seitenhiebe in diese Richtung. Alles in allem also eine unterhaltsame Story, die mit einem beliebten SF- oder Fantasy-Thema spielt. Wer sich dafür begeistern kann, der wird „Timeshift“ mögen. Weiterhin ist es von Vorteil, auch ein Faible für Geschichte zu haben, denn in dieser Hinsicht stützt sich das Hörspiel auf wahre, historische Begenbenheiten.  Mir fehlt dieses Faible allerdings komplett, weshalb ich einige Male fast -geistig- abgeschaltet hätte.

Zu Gehör gebracht wird „Timeshift“ von einer munteren, gemischten Truppe an Sprechern, die mir hier allesamt zum ersten Mal begegnet sind. Und gerade deshalb muss ich ein Kompliment vorweg schicken: obwohl ich niemanden von ihnen kannte und auch keiner eine super markante Stimme hat, habe ich immer gewusst, welcher Charakter gerade das Wort ergriffen hat. Das bereitet mir sonst immer Schwierigkeiten, hier fiel es mir sehr leicht. Davon abgesehen muss man aber sagen, dass unüberhörbar keine Profis am Werke sind. Weite Passagen klingen arg bemüht und hölzern. Zwischendurch geht es dann aber auch mal wieder. Daher schiebe ich diese abgelesene Redeweise mal frech auf die oft sehr, sehr langen Sätze, die genauso oft irgendeinen wissenschaftlichen Inhalt haben. Mit wieviel Enthusiasmus kann man schon physikalische oder historische  Erläuterungen und Schilderungen an den Hörer bringen?

Die Untermalung klingt je nach Szenerie mal futuristisch, dann mal etwas altmodisch und klassisch, das geht in Ordnung. Amüsiert habe ich mich über einige Stücke und Klänge, die mich total an Spiele auf dem C64 erinnert haben. Das ist spaßig. Die Geräusche können sie ebenfalls hören lassen, auch wenn einem nicht dauernd welche um die Ohren fliegen. Sie sind zu hören, wo sie hingehören, machen das Gehörte anschaulich und klingen vor allem authentisch.

Der Cover kann man mit etwas Phantasie einen gewissen futuristischen Stil attestieren. Was genau dargestellt wird, ist mir zwar nicht klar, aber das Universum birgt eben vielerlei Geheimnisse. Vielleicht sind es ja die Verwirbelungen im Raum-Zeit-Gefüge?

Fazit:  „Timeshift“ bringt keine sonderlich neue Story zu Gehör, aber da die Idee von Zeitreisen -wie schon gesagt- irgendwie jedes Mal aufs Neue interessant ist, ist es ganz unterhaltsam anzuhören. Jedenfalls mit etwas Toleranz gegenüber weniger professionellen Sprechern und etwas geschichtlichem Interesse.

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