Gruselkabinett (56 / 57) – Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers

Titel: Gruselkabinett (56 / 57) – Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 140 min / Sprecher: Hans-Georg Panczak, Simon Jäger, Lutz Riedel, Eva Michaelis u.a.

Inhalt: Der englische Geisterseher Aylmer Vance und sein treuer Freund Dexter sind in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg so etwas wie das Detektivgespann Sherlock Holmes und Dr. Watson für das Übersinnliche. Diesmal ermitteln sie in einem vertrackt mysteriösen Fall von Vampirismus in Schottland und bekommen es außerdem in einem Fall in Essex mit einem unangenehm lärmenden Poltergeist zu tun.


Weiter gehen sie, die Abenteuer des Geisterseher-Holmes und seines medial begabten Watson. Da ich nach der vorigen Box nun wusste, was mich erwartet, konnte ich diese beiden CDs gleich viel besser genießen. Es bleibt allerdings auch hier dabei, dass man keine wirklich gruseligen und blutrünstigen Geschichten zu hören bekommt. Auch die Storys um eine blutsaugende Familie, einem quälerischen Poltergeist, einer sonderbaren Weggetretenheit eines jungen Mädchens und einem Schloss, in dem es sich unmöglich leben lässt, wirken sehr klassisch. Hier ist eher für ein wohliges Schaudern gesorgt, als für zähneklappernde Furcht. Mir gefällt das so sehr gut, denn genau solche Geschichten erwarte ich von dieser Serie. Für Abwechslung ist schließlich gesorgt, zumal vier sehr verschiedene Themen den Kern der Erzählungen stellen, und diese sich ausgesprochen unterhaltsam präsentieren.

Hatte man beim „Gruselkabinett“ in Sachen Sprecher je etwas zu befürchten? Nein! Da bildet auch diese Episode keine Ausnahme, und so kann man es ersparen, hier jemanden besonders hervorzuheben. Mit u.A. Hans-Georg Panczak, Maria Koschny, Simon Jäger, Michael Pan und Regina Lemnitz sind durchweg Könner am Werke, die den Charakteren glaubhaft und eindrucksvoll Leben einhauchen.

Musikalisch halten sich die neuen Abenteuer von Aylmer Vance eher bedeckt. Allerdings heißt das jetzt nicht, dass an Untermalung gespart wird. Es sind beinahe durchgängig leise Stücke im Hintergrund zu hören, die die Handlung dezent begleiten und immer für die notwendige Atmosphäre sorgen. Die Geräusche sind ebenfalls gelungen und passig eingefügt. Insgesamt versetzt einen die Musik- und Geräuschkulisse direkt in die Geschichten anno  1800irgendwas.

Mir gefällt vor allem das Cover der zweiten CD und ich finde es schade, dass es das erste Cover auf die Front der Box geschafft hat. Das Motiv mit den nebligen Gestalten vor dem unheimlichen Schloss vermittelt einen viel besseren Eindruck vom Stil der Geschichten auf den CDs. Dagegen wirkt das Motiv mit der Blutsaugerin schon beinahe platt. Da es aber natürlich zum ersten Fall für Vance und Dexter passt, geht es in Ordnung.

Fazit: Vier weitere romantisch-schauerliche Geschichten, die mir wieder sehr gut gefallen haben. Für meinen Geschmack dürften Vance und Dexter gerne noch ein paar Abenteuer erleben.

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