Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung

Titel: Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung / Verlag: USM / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Anita Hopt, Henry Dahlke, Annette Gunkel, Thordis Howe, Erik Borner u.a.

Inhalt: Nun ist Laura schon seit einiger Zeit Hüterin der Geheimnisse und sie konnte bereits vielen Einhörnern und ihren Freunden helfen. Da wird ihr eine Einladung zur magischen Versammlung überreicht – was für eine Ehre für Laura und Sternenschweif! Aber kommen bei all diesen Einhornabenteuern Lauras Freunde und ihre Familie auch nicht zu kurz …?


Bei dieser Serie bin ich Quereinsteiger. Diese Folge ist meine erste der Serie. Es ist mir aber nicht schwer gefallen, mich in der Handlung und bei den Charakteren zurechtzufinden. Dafür muss man nicht mit Folge 1 beginnen. Das Wichtigste bekommt man offenbar Folge für Folge noch mal kurz erklärt. Insgesamt würde ich „Sternenschweif“ als eine Reiterhof- oder auch Pferdegeschichte bezeichnen, die mit Fantasy-Elementen angereichert ist. So verbirgt sich hinter dem unscheinbaren Pony ein Einhorn und es gibt noch viele weitere Einhörner und eine magische Welt, aus der sie stammen. Das diese Mischung bei den jungen Hörerinnen ankommt, kann ich mir gut vorstellen. Allerdings finde ich 72 Minuten Spielzeit schon sehr lang, vor allem wenn darin so wenig pasiert. Im Grund hat man hier nur zwei wesentliche Ereignisse, nämlich die Versammlung und das Auffinden eines verlorenen Kätzchens. Und ausgerechnet die titelgebende Versammlung ist holterdipolter abgehandelt, während der Rest der Story sich gaaaaanz viel Zeit nimmt. Auf die Versammlung war ich wirklich gespannt und ziemlich enttäuscht als die Passage so schnell herum war. Beim Rest kann von „spannend“ oder unterhaltsam nicht gerade unbedingt die Rede sein. Wäre das Hörspiel nicht so lang, sähe das vermutlich anders aus.

Gestaunt habe ich auch über einige der Sprecher, zumal ich beim Hören nicht das Booklet zu Hand hatte. Die Sprecherliste hat dann später Licht ins Dunkel gebracht. Die jugendliche Charakteren, alles voran ausgerechnet Titelheldin Laura, werden von erwachsenen Sprechern gesprochen. Und das hört man natürlich. Sonngard Dressler und Nora Jokhosha hört man deutlich an, dass sie keine 11- oder 13jährigen sind. Und Anita Hopt dagegen, die Laura ihre Stimme leiht, verstellt diese so hoch und kieksig, dass es mehr nach Micky Maus klingt als nach einem Mädchen von 11 Jahren. Dagegen gibt es bei den Sprechern der erwachsenen Rollen nichts weiter auszusetzen. Vor allem Henry Dahlke alias Sternenschweif hat mir mit seiner warmen und sympathischen Stimme gut gefallen.

Die Untermalung fällt eher leise aus, oft sind Klavierstücke zu hören, und immer schwingt ein veträumter, märchenhafter Klang mit, der der Fantasy der Geschichte gut steht. Das Titellied prägt sich schnell ein und ist ganz nett anzuhören, das ist in Ordnung.

Mancher nennt es sicher „kitschig“, aber ich mag den Stil des Covers, und das obwohl ich nicht so ein Pferdegeschichten-Fan bin. Ich finde das Motiv sehr schön, vor allem wegen der Farbspielereien und dem Sternenkranz. Das wirkt phantastisch und magisch und passt so gut zu „Sternenschweif“.

Fazit: Mir passiert für 72 Minuten Spielzeit zu wenig in dieser Folge. Das hätte gerne kürzer ausgefallen dürfen, dann wäre wohl mehr Schwung drin gewesen. Und mit den erwachsenen Sprechern in den Kinderrollen bin ich auch nicht so recht warm geworden. Fans der Serie werden mit der Folge wohl zufrieden sein, mich hat sie -quasi als Einstieg in die Reihe- leider nicht überzeugen können.

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