Sherlock Holmes (57) – Der adelige Junggeselle

Titel: Sherlock Holmes (57) – Der adelige Junggeselle / Verlag: Maritim / Spielzeit: ca. 48 min / Sprecher: Christian Rode, Peter Groeger, Volker Brandt, Sarah Riedel u.a.

InhaltLord Robert St. Simon widerfährt während seiner Hochzeitsfeier das wohl schrecklichste Unglück, das einen Mann treffen kann: Seine Braut verschwindet. Ohne jedweden Anhaltspunkt wendet er sich schließlich an Sherlock Holmes. Leider ist es nicht sehr viel, was er dem Detektiven berichten kann. Nichts, was gemeinhin einen Hinweis auf den Verbleib der jungen Frau liefern könnte. Umso überraschter ist Lord St. Simon, als er die Antwort seines Zuhörers erfährt…


Dieser Folge kann man sicher einiges vorwerfen. Beispielsweise, dass der Fall nun nicht gerade DIE Herausforderung ist. Selbst für den aufmerksamen Hörer nicht, denn ab einem bestimmten Moment ahnt man zumindest, wie dem adeligen Junggesellen der an sich schönsten Tag im Leben verdorben wurde. Außerdem findet die gesamte Handlung in der Baker Street statt. Weder Holmes, noch Watson verlassen je die Wohnung . Liegt vielleicht aber auch am schlechten Wetter. So kommt es, dass ich der Folge weder großartige Spannung, noch großartige Lebendigkeit bescheinigen kann. Sie hat mir aber trotzdem Spass gemacht. In erster Linie, weil ich Watson und Holmes noch nie so humorig und voll amüsanter Aussprüche erlebt habe. Zum Zweiten, weil immerhin die Rückblicke auf die Ereignisse rund um die dramatische Hochzeit nicht nur durch Berichte beschrieben werden, sondern in Form von gespielten Rückblenden. Das peppt immerhin etwas auf, was hier wohl deshalb so sehr auffällt, weil es sonst dröge zugeht. Zuletzt sei noch erwähnt, dass ich den angehenden Bräutigam Watson goldig fand!

Aller Witz und Humor nützt nichts, wenn er von Sprechern rübergebracht wird, die dafür nicht den nötigen Ton treffen. Da muss man sich bei Christian Rode und Peter Groeger glücklicherweise keine Sorgen machen, die beiden klingen verschmitzt genug um einen schmunzeln zu lassen. Bei Oliver Feld als den stehengelassenen Bräutigam dachte ich ja zunächst, dass er wenigstens einen Hauch Lebendigkeit hätte einfließen lassen können. Da Lord Robert St. Simon später aber auch als langweiligbeschrieben wird, passt dieser Tonfall doch ganz gut zu ihm.

Neben den vertrauten Musikstücken sind einige wenige Geräusche zu hören, von denen mir einmal das Unwetter in Erinnerung geblieben ist, das während des Geschehens in der Wohnung die ganze Zeit zu hören ist, und das Knistern des Kaminfeuers an dem Inspektor Lestrade sich trocknet. Viel ist das nicht, aber das ergänzt sich mit der Story, und gereicht hat es mir auch.

Ein Zeitungsartikel über die geplatzte Hochzeit und der Brief des langweiligen Junggesellen stellen das Motiv für das Cover. Bezug zur Geschichte ist damit gegeben, mehr haben die Motive der Reihe ja selten mal hergegeben. Somit alles wie gehabt und wie das Fans der Serie es kennen.

Fazit:   Ja, es gibt ganz klar bessere, spannendere Folgen. Aber glücklicherweise machen das humorvolle Drumherum, Ehemann in spe Watson und die Rückblenden etwas Boden gut.

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