Oksa Pollock (02) – Die Entschwundenen (Anne Plichota & Cendrine Wolf / Cathlen Gawlich)

Titel: Oksa Pollock (02) – Die Entschwundenen / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 412 min / Buch: Anne Plichota & Cendrine Wolf / gelesen von: Cathlen Gawlich

Inhalt: Wenn dein bester Freund in Gefahr ist, wirst du dein Leben aufs Spiel setzen, um ihn zu retten. Die zweite große Prüfung für Oksa Pollock beginnt Kaum sind Oksa und Gus gemeinsam aus Orthons Fängen entkommen, da verschwindet Gus plötzlich auf seltsame Weise. Bald wird klar, dass er in einem Gemälde gefangen wurde und dass eigentlich Oksa hätte das Opfer sein sollen. Gemeinsam mit den Rette-sich-wer-kann , ihrem Vater und dem Jungen Tugdual folgt Oksa Gus in das Gemälde, um ihn zu retten. Dort warten nicht nur gefährliche Abenteuer auf sie. Oksa merkt, dass sie sich nicht nur zu Gus, sondern auch zu Tugdual hingezogen fühlt. Für wen soll sie sich entscheiden?


Als Huldvolle hat man es nicht leicht. Das hat Oksa schon in ihrem ersten Abenteuer feststellen müssen. Aber auch „Die Entschwundenen“ halten wieder einige Herausforderungen für sie bereit. Ein wenig hat mich der Aufhänger der Geschichte ja an „Alice im Wunderland“ erinnert. Da ist es ein Erdloch in eine sonderbare, fremde Welt, Oksa und die Rette-Sich-Wer-Kann purzeln quasi in ein Bild und landen an einem seltsamen, gefahrvollen Ort. Solch ein Land hat den Autorinnen natürlich erneut viel Spielraum für phantasievolle Ideen geboten, den sie auch fleißig ausnutzen. Nicht nur die Beschreibung der Welt mit seinen speziellen Eigenarten sind ideenreich erdacht, vor allem die Lebewesen dort fallen sehr einfallsreich aus. Die Mission Gus zu retten hält einige Prüfungen für Oksa und ihre Freunde bereit und es wird auch sehr bald deutlich, dass diese Welt im Bild nicht ungefährlich ist. Das hält die Geschichte durchgängig spannend und interessant, und ich konnte mir beim Hören gut vorstellen, dass es vielleicht auch mal PC- oder Konsolenspiele zur „Oksa“-Serie geben könnte. Der geradlinige Verlauf dieses zweiten Bandes mit den Prüfungen würde sich da anbieten. Gefallen hat mir außerdem -ich mag das oft ganz gerne- dieses sich anspinnende Gefühlschaos von Oksa gegenüber Gus und Tugdual. Oksa wird in diesem zweiten Teil immerhin 14 Jahre alt, da hat auch eine erste zarte Liebesgeschichte ihre Berechtigung, und die ist hier wirklich goldig geraten.

Cathlen Gawlich hat bereits „Die Unverhoffte“ absolut genial gelesen, und auch bei „Die Entschwundenen“ ist sie wieder zu hören. Ich kann oft nur ungläubig und bewundernd den Kopf darüber schüttelt, welch eine Fülle an Stimmen sie für die Charaktere und vor allem für die zahlreichen Wesen bereithält. Und welchem Engagement sie sich durch die Geschichte spricht, lacht, gackert (ich hätte so gerne eine Sensibylle! Dank Cathlen Gawlich bin ich fürchterlich verliebt in dieses hysterische Huhn ;)), wie sie Akzente umsetzt und als Plemplem gestelzt daher redet.  Das klingt über wite Teile schon nach HörSPIEL.

Auf dem Cover Oksa mit den beiden jungen Herren ihres Herzens: der offene, nette Gus und der geheimnisvolle und düstere Tugdual. Im Hintergrund angedeutet die wundersame Welt, in der sie durch das Bild gelandet sind. Mit gefällt der Zeichenstil der Figuren sehr gut, sie wirken schön lebendig. Und durch die Licht- und Schattenspielereien ist auch eine gewisse Spur des Unheimlichen zu erkennen, das auf Oksa und Co. lauert. Auch wenn auf der Rückseite des Booklets ein Überblick über die bisherigen Ereignisse zu finden ist, sollte man schon mit „Die Unverhoffte“ in die Reihe einsteigen, sonst wird man schnell nicht mehr durchsteigen.

Fazit:  Mir hat dieser zweite Teil noch eine Spur besser gefallen als Teil 1. Spannend, einfallsreich voll phantasievoller Elemente und durch Oksas Schwärmerei für Gus und Tugdual auch sehr goldig.

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