Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle (Jana Oliver / Luise Helm)

Titel: Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle / Verlag: Random House / Spielzeit: ca. 462 min / Buch: Jana Oliver / gelesen von: Luise Helm

Inhalt: Würdest du freiwillig wochenlang auf einem Friedhof kampieren, um deinen Vater vor der Unterwelt zu schützen? Oder dein Leben riskieren, um die Welt von Höllenbrut ersten Grades zu befreien? Riley Blackthorne hat keine andere Wahl, denn sie ist die Dämonenfängerin! Und als ein mächtiger Dämon ihr Leben und ihre Art zu leben bedroht, erkennt sie, dass sie mitten in einen Kampf zwischen Himmel und Hölle geraten ist.


Ich mag es ja, wenn sich Geschichten nicht erst mit ewig langen Vorreden und Einführungen aufhalten, und besser als „Die Dämonenfängerin“ geht es in dieser Hinsicht nicht. Denn hier ist man sofort mittendrin und darf miterleben wie Riley -ihres Zeichens angehende erste DämonenfängerIN- in einer Bibliothek einen Dämon zu fangen versucht und dabei die Bibliothek ins Chaos stürzt. Mir hat das Riley sofort sympathisch gemacht. Sie ist wirklich tough und cool, aber manchmal auch ziemlich tollpatschig. Diese Kombination macht sie ausgesprochen liebenswert. Doch auf Riley kommen nach diesem Auftrag schwere Zeiten zu. Sie droht aus der Zunft der Dämonenjäger zu fliegen, erleidet einen schweren familiären Verlust, versucht ihr Leben alleine in die Hand zu nehmen und bringt sich dabei in große Gefahr, und kommt schließlich beim widerlichsten Dämonenfänger der Zunft in die Lehre. Man ahnt es wohl schon: Langeweile kommt hier zu keinem Zeitpunkt auf, irgendwas ist immer los. Das ist spannend, abwechslungsreich und macht -Dank einiger amüsanter Dialoge und Rileys sehr burschikosen Einstellung- auch richtig Spass. Dieser Schuss Humor ist für mich quasi das Sahnehäubchen an der Story. Ich mag es, wenn man bei einem Hörbuch auch mal lachen kann. Das große Finale, das einen am Ende des Hörbuchs erwartet, habe ich so zuvor allerdings nie kommen sehen. Da hätte es eine Andeutung hier oder da schon gerne geben dürfen. Der Weg dorthin wird erst spät etwas deutlicher geebnet, aber besser spät als nie. Schlüssig wirkt es so auf jeden Fall und außerdem geht es ganz gut rund am Ende, da kommt man über die relativ plötzliche Entwicklung gut hinweg.

Luise Helm habe ich noch nicht so oft als Sprecherin eines Hörbuchs gehört. Oder etwa noch gar nicht? Kann auch sein. Auf jeden Fall würde ich sie sehr gerne noch häufiger hören, denn sie hat mir bei der „Dämonenfängerin“ ausnhemend gut gefallen. Sie klingt jung und trifft gut den burschikosen und sympathischen Ton von Riley. Außerdem finde ich es immer gut, wenn ein Sprecher nicht nur liest, sondern auch etwas spielt. Beispielsweise ein Räuspern, Lachen oder Flüstern, wenn es die Szene gerade vorgibt.

Ich mag den Kontrast beim Cover. Eigentlich sehr hell und damit eher ungewöhnlich für eine Geschichte mit solch einem Titel, aber mit dem im Verhältnis sehr dunklen Mädchen. Und vor allem wirkt dieses Mädel von den Klamotten und Haaren her ausgesprochen cool. Kein solches Püppchen, wie sie sich in Massen auf (Hör)buch-Covern tummeln. Im Booklet erhält man noch einen tieferen Einblick in die Geschichte als es das rückwärtige Cover hergibt.

Fazit: Mir hat „Die Dämonenfängerin“ wirklich sehr gut gefallen. Einer der seltenen Lichtblicke in der Fantasy-Schwemme gerade. Eine spannende und interessant aufgezogene Geschichte mit einer ausgesprochen sympathischen Hauptperson und einem wunderbaren Schuss Humor. Ich freue mich auf die Fortsetzung und hoffe lediglich, dass Riley sich in ihrer Männerwahl noch mal umentscheidet 😉

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